Umweltfreundliche Autos [DE]

Die EU fördert den Vertrieb umweltfreundlicherer Autos durch eine Kombination von rechtsverbindlichen und –unverbindlichen Maßnahmen. Zu den ’sauberen Fahrzeugen’ gehören diejenigen, die weniger Treibstoff als herkömmliche Fahrzeuge benötigen, sowie Fahrzeuge, die mit alternativen Treibstoffen angetrieben werden. Die Herstellung solcher Fahrzeuge, die weniger CO2 ausstoßen, erfordert Innovation in den Bereichen Treibstoff, Triebwerktechnologie, Verringerung der Lärmbelastung und neue Materialien.

Motorgetriebene Fahrzeuge sind mittlerweile die Hauptverkehrsmittel bei der Personen- und kommerziellen Beförderung. Wachsender Wohlstand hat zu einer spektakulären Zunahme der Autonutzung geführt - das gleiche Phänomen wird sich in den neuen Mitgliedstaaten, die 2004 beigetreten sind, wiederholen. In China und anderen Ländern mit hohem Wachstum, die eine weniger strenge Gesetzgebung zur Luftreinhaltung als die EU haben, ist ein starker Anstieg privater Verkehrsmitteln festzustellen. Dieser Erfolg gibt Anlass, sich über die Umweltauswirkungen - wie Staubildung, Luftverschmutzung, durch Fahrzeugnutzung bedingte Krankheiten und Lärmbelastung - ernsthaft Sorgen zu machen.

Hinzu kommt, dass 90 Prozent des Straßen-, Schienen-, Luft- und Seeverkehrs von Öl abhängig sind, obwohl diese Rohstoffquelle langsam versiegt. Nach 100 Jahren Erdölgewinnung werden nur noch wenige neue Erdölreserven gefunden. Sollte das Angebot zurückgehen und die Nachfrage weiterhin ansteigen, wird die Welt einen ernsten Ölmangel erleben. Dies könnte auch, Experten zufolge, zu einem erheblichen Anstieg der Ölpreise führen.

Diese Erwägungen haben die EU dazu veranlasst, das Ziel der Entkoppelung von Wirtschafts- und Verkehrswachstum  zu formulieren. Die EU hat bereits Gesetzesentwürfe- und initiativen vorgelegt, die den Umstieg auf umweltverträglichere Autos vorantreiben, und gleichzeitig nachhaltige Beförderungsmittel und den Umstieg auf andere Verkehrsmittel (Züge, Binnenschifffahrt, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder), fördern sollen (siehe auch unser ).

Das Interesse an umweltverträglicheren Fahrzeugen und Treibstoffen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Der Ausstoß aus Benzin- und Dieselmotoren ist im Laufe des letzten Jahrzehnts, nicht zuletzt aufgrund der EU-Gesetzgebung, erheblich zurückgegangen und wird auch künftig weiter zurückgehen.

Neue Autos, die auf den Markt kommen, unterliegen einer strengen Umweltgesetzgebung und integrieren verbesserte Umwelttechnologien. Sie verschmutzen weit weniger, weil sie strenge Normen einhalten müssen. Alte Autos (10 bis 15 Jahre alt) stellen ein größeres Problem dar. Es ist jedoch schwierig, sie aus dem Verkehr zu ziehen, weil sie zumeist im Besitz von mittelständischen und sozial schwachen Familien sind, die von ihnen abhängig sind.

Die EU hat mehrere Initiativen ergriffen (Gesetzgebung und freiwillige Verpflichtungen), die darauf abzielen, die Herstellung und Vermarktung umweltfreundlicherer Autos zu fördern:

  • CO2-Emissionen von Fahrzeugen sollen reduziert und das Verhalten der Verbraucher geändert werden (siehe weiter unten)
  • Schadstoff- und Rußpartikelemissionen sollen reduziert werden (siehe unten)
  • schwefelfreier Treibstoff (siehe unten)
  • Fahrzeuge sollen mit neuen Technologien ausgestattet werden (siehe unten)
  • alternative Treibstoffe (Biotreibstoff, Naturgas, Wasserstoff) (siehe unten)
  • Verkehrsforschung (siehe unten)
  • Klimaanlagen sollen umweltverträglicher werden (siehe unten)
  • 'e-Safety' (siehe unten)
  • von Autoreifen verursachte Verschmutzung soll verringert werden (siehe unten)
  • Entsorgung der Fahrzeuge (siehe unten)  

Einige Verkehrsexperten zweifeln daran, dass diese Maßnahmen langfristig nachhaltige Lösungen bieten. Die zunehmende Autonutzung (insbesondere in den Entwicklungsländern) and Verkehrsbedürfnisse allgemein könnten den Fortschritt, der durch die Einführung umweltverträglicherer Autos erzielt worden ist, wieder wettmachen.

In der EU werden fast 40 Prozent der CO2-Emissionen im Verkehrssektor durch die Nutzung privater Autos in städtischen Bereichen verursacht. CO2-Emissionen schaden der Umwelt und tragen zum Klimawandel bei.

Benzin- und Dieselmotoren haben gute wie auch schlechte Seiten, was Emissionen anbelangt. Motoren, die mit Dieselkraftstoff angetrieben werden, stoßen weniger CO2 als Benzinmotoren aus. Andererseits setzen letztere eine größere Menge krebsverursachende Rußpartikel frei.

Freiwillige Selbstverpflichtungen sind von Autoherstellern gemacht worden, um die CO2-Emissionen von Personenkraftwagen zu verringern. Der Verband Europäischer Automobilhersteller (ACEA) ist Selbstverpflichtungen eingegangen, um das Ziel von 140 g/km für ihre neuen PKWs und Autos, die in der EU verkauft werden, bis 2008 zu erfüllen. Ähnlich Vereinbarungen gibt es mit JAMA (Japan Automobile Manufacturers Association) und KAMA (Korea Automobile Manufacturers Association). Das CO2-Ziel soll in erster Linie durch technologischen Fortschritt und Marktveränderungen, die mit diesen Entwicklungen in Verbindung stehen, erzielt werden (siehe die Kommissionswebseite zu den freiwilligen Verpflichtungen der Industrie:  automobile industry voluntary commitments).

Die Fortschritte seitens der Autohersteller sind bisher besser als erwartet ausgefallen. Das Ziel der EU ist es, bis spätestens 2010 eine durchschnittliche CO2-Emission von 120 g/km aller neuen PKWs zu erreichen, die in der Union auf den Markt kommen.

Die EU-Gesetzgebung schreibt vor, dass Verbraucher beim Autokauf und -leasing über die Höhe des CO2-Ausstoßes informiert werden (siehe Richtlinie 1999/94/EC über die Bereitstellung von Verbraucherinformationen über den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen beim Marketing für neue Personenkraftwagen).

Die 4 x 4-Fahrzeugmode zeigt jedoch, dass die Verbraucher nicht geneigt sind, ihr Verhalten zu ändern. Der Kraftstoffverbrauch dieser Fahrzeuge ist sehr hoch und sie sind daher alles andere als umweltverträglich. Aufgrund der großen Nachfrage nach diesen Autos fällt es den Autoherstellern schwer, weitere Umweltverträglichkeits-Verpflichtungen einzugehen.

Steuern gehören nicht zu den EU-Befugnissen und die Mitgliedstaaten scheinen nicht bereit, ihre Autonomie auf diesem Gebiet aufzugeben. Die Kommission will die Einführung finanzieller Anreize für umweltverträglichere Autos nichtsdestotrotz fördern. Am 5. Juli 2005 hat die Kommission einen Vorschlag für eine Richtlinie über die Besteuerung von Personenwagen  präsentiert, welche erstmals ein CO2-Element sowohl bei der Zulassungssteuer als auch der jährlichen Kraftfahrzeugsteuer integriert.

Die Kommission beabsichtigt darüber hinaus, ein Steuersystem zu entwickeln, in dem umweltverträgliche Treibstoffe begünstigt werden.



Verminderung der Schadstoff- und Rußpartikelemissionen

Von Autos verursachte Luftverschmutzung schadet der Gesundheit. Zu den Gesundheitsproblemen, die von Luftverschmutzung verursacht werden können, gehören die Verschlimmerung von Atemwegs-, Herz- und Gefäßkrankheiten sowie Asthma und herabgesetzte Lungenfunktionen. Studien deuten außerdem darauf hin, dass die Speicherung feiner Rußpartikel in der Lunge Krebs verursacht.

Technologien zur Emissionsreduzierung (Partikelfilter, Katalysatoren) gibt es zwar, sind jedoch verhältnismäßig teuer. Diskussionen über die neuen EURO-Normen (EURO 5 und EURO 6), die 2010 in Kraft treten sollen, haben bereits begonnen. Diese Normen sollen dazu beitragen, den Ausstoß krebsverursachender Partikel von Diesel-Autos zu verringern (s.EURACTIV LinksDossier).


Schwefelfreie Treibstoffe
 

Die Kommission wird im Jahr 2005 einen Vorschlag zum Schwefelgehalt in Benzin und Diesel vorlegen. Schwefelfreien Treibstoff soll es ab 2005 geben und er soll ab 2009 obligatorisch sein. Sobald diese Richtlinie verabschiedet wird, wird sie Autohersteller dazu anhalten, umweltverträchlichere Technologien anzuwenden. (Siehe auch Kommissions-Webseite zu Automotive Fuel Quality  ).


Ausstattung von Fahrzeugen mit neuen Technologien 

Um obengenannte Normen einzuhalten, muss die Fahrzeugindustrie umweltverträglichere Autos mit niedrigerem Treibstoffverbrauch herstellen. Dies soll mit einer besseren Motoreffizienz und leichteren Fahrzeuge erreicht werden.

Zahlreiche verschiedene Antriebstechnologien (fortgeschrittene Verbrennungsmotoren, milder Hybrid-, Hybrid- und Brennstoffzellen-Antrieb) werden derzeit getestet. Die besten Technologien sollen auf den Markt kommen, sobald die technologischen und kommerziellen Barrieren überwunden sind. Die Kosten dieser neuen Technologien sind derzeit sehr hoch und Kunden sind nicht dazu bereit, viel mehr für Autos auszugeben. Für die Zukunft wird von einer Diversifizierung verschiedener Antriebstechnologien ausgegangen.


Alternative Treibstoffe
 

Eine andere Möglichkeit, Autos umweltverträglicher zu machen, ist die Nutzung alternativer Treibstoffe. In einer Mitteilung über alternative Treibstoffe schlägt die Kommission vor, dass der Anteil alternativer Treibstoffe im Straßenverkehr bei 20 Prozent liegen sollte. Die Kommission gelangt zum Schluss, dass es lediglich drei Optionen gibt, die das Potenzial haben, im Laufe der nächsten 20 Jahre allein mehr als 5 Prozent des gesamten Treibstoffverbrauchs zu erreichen: Biotreibstoffe, die bereits vorhanden sind, mittelfristig Naturgas und langfristig Wasserstoff- und Brennstoffzellen.

Biotreibstoffe machen derzeit lediglich 0,3 Prozent des Diesel- und Benzinverbrauchs aus. Im Mai 2003 hat die Kommission einen Richtlinienentwurf verabschiedet, der Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, die notwendigen Schritte zur Erhöhung des Marktanteils von Biotreibstoffen einzuleiten. Die Mitgliedstaaten müssen bis Dezember 2010 einen Anteil von 5,75 Prozent sicherstellen. Mitgliedstaaten, die niedrigere Ziele ansetzen, müssen dies auf der Grundlage objektiver Kriterien rechtfertigen. Nach Schätzungen der Kommission könnte die wirksame Umsetzung der Biotreibstoff-Richtlinie von 2003 zu einer Einsparung von 19 Millionen Tonnen Öl bis 2010 führen.

Naturgas ist nicht nur eine saubere Energiequelle, sondern hat auch den Vorteil, dass die Sicherheit der Energieversorgung gewährleistet ist. Der für die Kommission ausgearbeitete Biotreibstoff-Bericht '2003 Report of the high level experts on Alternative Fuels' kommt zu dem Schluss, dass Naturgas der einzige alternative Treibstoff ist, der das Potenzial hat, bis 2020 einen Marktanteil von über 5 Prozent zu erreichen. Somit könnte Naturgas auf dem Markt angebotsmäßig mit herkömmlichen Treibstoffen konkurrieren. In dem Bericht heisst es: "Naturgas könnte einen größeren Marktanteil erlangen, wenn er von langfristigen Steuer- und Verbrauchsteuervorteilen unterstützt wird, die stabile Bedingungen bieten bis es einen breiten Markt gibt. Eine ausgereifte Fahrzeugtechnologie gibt es bereits, aber die Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen muss noch verbessert werden". Um eine größere Vermarktung von Naturgasfahrzeugen auf europäischer Ebene zu fördern, empfiehlt der Bericht, dass Kodes und Normen für die Naturgasnutzung als Fahrzeugtreibstoff harmonisiert werden sollten.

Wasserstoff ist ein sauberer und speicherbarer Energieträger, der von vielen verschiedenen primären Energiequellen (einschließlich fossilen, erneuerbaren und nuklearen Energiequellen) erzeugt wird. Im September 2003 stellte die Kommission eine Mitteilung vor, in der sie die Schließung eine Partnerschaft für europäische Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie vorschlug, die die Förderung der Wasserstoffforschung zum Ziel haben sollte. Wasserstoff ist potenziell eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle. Die Kommission hat im Januar 2004 die 'Europäische Wasserstoffplattform' eröffnet. Befürworter des Wasserstoffs behaupten, dass die 'Wasserstoffwirtschaft' Umweltprobleme lösen würde (wie etwa Klimawandel und Umweltverschmutzung) und die Unabhängigkeit der Energieversorgung sichern würde.

Es gibt eine ganze Reihe anderer Initiativen, die Autos umweltverträglicher machen sollen:

Verkehrsforschung: um obenstehende Maßnahmen zu ergänzen, ist die Forschung im Bereich sauberer und sicherer Verkehr auf EU-Ebene zu einer Priorität gemacht worden. EU-Mittel in Höhe von ungefähr 100 Millionen Euro, sowie private Investitionen in der gleichen Höhe, werden derzeit im Rahmen des 6.Forschungsrahmenprogramms für Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung ausgegeben. Bislang gibt es jedoch keinen Konsens darüber, ob sich Wasserstoff auf lange Sicht wirtschaftlich lohnt, wie viele Investitionen seitens der Industrie nötig wären und wie groß sein Potenzial ist, Emissionen zu verringern. Kritiker weisen darauf hin, dass der Großteils des Wasserstoffs derzeit in sehr energie-intensiven Verfahren von traditionellen Brennstoffen erzeugt wird.

Klimaanlagen sollen umweltverträglicher werden: Klimaanlagen von Autos werden allgemein als die Verursacher eines Großteils der fluorierten Gase, die in die Atmosphäre gelangen, betrachtet. Aufgrund ihres hohen globalen Erwärmungspotenzials (oder 'Global Warming Potential' (GWP)) hat die Kommission Gesetzesvorschläge zur Überwachung, Kontrolle sowie zum Ausstieg aus der Nutzung dieser Gase vorgelegt (siehe unser 2003 LinksDossier über fluorierte Gase).

'E-Sicherheit': Die Ausstattung von Fahrzeugen mit Informationssystemen könnte zu einer besseren Steuerung des Verkehrs und einem verbesserten Verkehrsfluss führen. Elektronische Informationssysteme werden dazu beitragen, Staubildungen und Lärmbelastungen zu vermindern. (siehe unser LinksDossier 'e-Safety').

Verminderung der Verschmutzung durch Reifen: Die Kommission schlug im Februar 2004 vor, den Anteil gewisser giftiger Chemikalien, die bei der Herstellung von Reifen verwendet werden, bis Ende 2008 zu reduzieren. Der Kommission zufolge setzen abgenutzte Reifen giftige Partikel frei, die Krebs verursachen können. Das Ziel dieses Vorschlag ist es, die Emissionen von alten Reifen, die giftige Substanzen enthalten, zu verringern und im EU-Binnenmarkt einheitliche Vorschriften einzuführen. Parlament und Rat werden sich nun im Mitentscheidungsverfahren mit dieser Richtlinie, die frühestens 2005 verabschiedet wird, befassen.

Entsorgung von Altfahrzeugen: Jedes Jahr erzeugen Altfahrzeuge in der EU zwischen 8 und 9 Millionen Tonnen Schrott. Um dieses Abfallproblem zu bewältigen, hatten das Europäische Parlament und der Rat im September 1999 eine Richtlinie verabschiedet, die die Entsorgung und das Recyling umweltverträglicher machen sollten und klare quantifizierbare Zielvorgaben für die Wiederverwertung, das Recycling und die Überholung von Fahrzeugen und ihren Komponenten einführt. Darüber hinaus werden Hersteller dazu angehalten, beim Entwurf und bei der Herstellung sicherzustellen, dass die Fahrzeuge recycled werden können.

Umweltkommissarin Margot Wallström äußerte sich folgendermaßen zur Verminderung der CO2-Emissionen: "Ich begrüße die Bemühungen, die die Autoindustrie - insbesondere die europäischen und japanischen Konzerne - unternimmt, um die CO2-Emissionen zu verringern and somit die schädlichen Auswirkungen von Autoemissionen auf das Klima zu vermindern. Dies ist von großer Wichtigkeit, da die Emissionen des Verkehrssektors weiter zunehmen. Seit 1990 sind sie um 20 Prozent angestiegen! Wollen wird die Kyoto-Ziele erreichen, müssen wird die CO2-Emissionen der Verkehrsmittel herunterbringen. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten die technologischen Innovationen, die CO2-Emissionen von Personenwagen verringern. Ich fordere die Industrie dazu auf, neue Technologien, die Emissionen verringern, weiter einzuführen, und freue mich auf unsere Diskussionen über künftige Reduzierungen der CO2-Emissionen, die gerade begonnen haben".

Der European Council for Automotive R & D (EUCAR), CONCAWE (Ölkonzernverband) und das Gemeinsame Forschungszentrum der Kommission haben eine Studie durchgeführt, die die 'Well-to-Wheels'-Energienutzung und Treibhausgasemissionen einer Reihe verschiedener möglicher Treibstoffe and Antriebstechniken der Zukunft analysiert. Aus der Studies geht folgendes hervor:

  • kein Treibstoff ermöglicht eine kurzfristige Einführung großer Mengen von Kraftstoff mit niedrigem CO2-Gehalt;
  • der Beitrag verschiedener Technologien/Strategien ist erforderlich;
  • eine Bandbreite an verschiedenen Treibstoffen werden voraussichtlich auf den Markt kommen;
  • Mischungen mit herkömmlichen Treibstoffen und Nische-Verwendungen sollten in Betracht gezogen werden, wenn sie Emissionen kosteneffizient erheblich verringern können. 

Die Studie zeigt außerdem, dass ein Umstieg auf erneuerbare Energieträger und Energiequellen mit niedrigem fossilen Kohlendioxidgehalt ein bedeutendes Verringerungspotenzial bieten könnte. Sie benötigen indessen in den meisten Fällen mehr Energie und sind gegenwärtig teuer. Aus der Studie geht ebenfalls hervor, dass die Ölindustrie mit Autoherstellern zusammenarbeiten sollte, um eine stufenweise Umsetzung der Änderungen der Treibstoffspezifikationen auszuarbeiten.

Der European Automobile Manufacturers Association (ACEA) zufolge hat die umfangreiche Vermarktung von CO2-sparenden Technologien neue Autos mit attraktiven Produkteigenschaften auf den Markt gebracht, die zu weiteren Markveränderungen geführt haben (wie beispielsweise dem größeren Marktanteil von Diesel nach der Einführung von DI Diesel, usw.).

Globale Autohersteller scheinen bereit, Wasserstoff- und Treibstoffzellen-Technologien zu fördern, um den Verbrauch nicht-erneuerbarer Energiequellen und die schädlichen Umweltauswirkungen von Verkehrsmitteln zu reduzieren. Von EURACTIV zum vorgesehenen Zeitplan für die Annahme neuer umweltverträglicher Motoren befragt, erklärte Shoichiro Toyoda (Toyota), dass der Trend sei, Maßnahmen einzuführen bevor Probleme entstehen, wohingegen die Vorgehensweise früher reaktiver gewesen sei. Er wies darauf hin, dass Brennstoffzellenmotoren noch nicht ausgereift seien: Die künftige Einführung einer gewissen Technologie werde "von der Arbeit der Ingenieure abhängig" sein. In der Zwischenzeit könnten hybride Technologien klassische Motoren mit entweder Strom- oder Treibstoffzellen kombinieren.

Autoreifen-Hersteller scheinen nur teilweise mit dem Vorschlag der Kommission zur Verminderung von durch Autoreifen verursachte Luftverschmutzung zufrieden zu sein. Die European Association of the Rubber Industry (BLIC) vertritt die Auffassung, dass die Kommission zu schnell vorgegangen sei. BLIC zufolge könnten Ersatztreibstoffe für Öl nicht vor Ende 2009 bereit sein, d.h. ein Jahr nach der im Kommissionsvorschlag vorgesehenen Frist. 

Eine Mitteilung der Kommission über die nächsten Schritte der Förderung von der Verwendung von Naturgas und Wasserstoff als Verkehrskraftstoffe soll in diesem Jahr vorgelegt werden.

Die EU-Gesetzgebung beeinflusst Änderungen weltweit. China führt auf der Grundlage von EU-Richtlinien zunehmend strengere Normen für Fahrzeugemissionen ein.

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