Die Ukraine sei ein „untrennbarer Teil Europas“, daher wäre es „ungerecht“ und „unklug“ von der EU, sie vor der Tür stehen zu lassen. Dies sagte der ukrainische Außenminister.
Der ukrainische Außenminister Borys Tarasyuk sagte, dass Kiew die volle EU-Mitgliedschaft bis 2015 anstrebe und fügte hinzu, dass sein Land nicht den Status anstrebe, den die EU für nordafrikanische Staaten und den Südkaukasus entworfen habe. Tarasyuk sagte, dass Kiew bis Ende 2006 einen formalen Antrag auf EU-Mitgliedschaft einreichen würde. Bis 2008 möchte die Ukraine außerdem Mitglied der NATO werden.
Bisher hat die EU allerdings die Möglichkeit einer Mitgliedschaft der Ukraine ausgeschlossen. In Folge der Absicht der EU die Beziehungen mit der Ukraine zu verbessern, wurde dem Land 2005 der Status einer Marktwirtschaft zugestanden und die Verhandlungen über ein neues Visumsabkommen aufgenommen.
Während ihres Besuchs in Kiew sagte Benita Ferrero-Waldner, Kommissarin für Außenbeziehungen und Nachbarschaftspolitik, dass die Europäische Nachbarschaftspolitik der Ukraine eine Chance bieten würde der EU näher zu kommen. Sie deutete an, dass die Frage der Mitgliedschaft jedoch weiterhin offen sei.
Die österreichische Außenministerin Ursula Plassnik wiederholte in Kiew, dass die Ukraine ein geachteter Partner in Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik sei. Sie fügte hinzu, dass sie an einem immer engeren Beziehungsnetz arbeiten würden.
Zurzeit bereitet die Ukraine die Parlamentswahlen, welche am 26. März stattfinden sollen, vor.
