Weltbank umreißt Reformagenda für Türkei [DE]

Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Verbesserungen im Bildungswesen gehören zu den wichtigsten Bereichen, in denen laut der Weltbank noch großer Handlungsbedarf besteht.

In einem neuen Bericht („Turkey: Country economic memorandum 2006”) findet die Weltbank Worte der Anerkennung für die Reformbemühungen Ankaras und die wirtschaftlichen Leistungen. Allerdings gebe es noch viel zu tun.

Unter anderem spricht sie die folgenden Empfehlungen aus: 

  • Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten und Erhöhung der Zahl der Frauen auf dem Arbeitsmarkt
  • Verringerung der „Schwarzwirtschaft“
  • bessere Koordinierung innerhalb der öffentlichen Verwaltung
  • eine schärfere Ausgabenkontrolle, wobei höhere Ausgaben für Bildung, Infrastruktur, ländliche Entwicklung und Umwelt nötig sind 
  • Fortführung der Reformen zur Verbesserung der Steuereffizienz und -grundlage
  • Fortführung des Schuldenabbaus
  • Beseitigung administrativer Barrieren für Unternehmen
  • Fortschritte bei der Reform der staatlichen Beihilfen
  • stärkere Förderung der Entwicklung und Einführung neuer Technologien 
  • Stärkung des sozialen Zusammenhalts

Ziel der Studie sei, der Türkei zu einem reibungsloseren EU-Beitrittsprozess zu verhelfen und gleichzeitig die Umrisse einer breiteren Reformagenda zu skizzieren, die über den ‚Acquis’ der EU hinausgehe, sagte Andrew Vorkink, Leiter des Ankara-Büros der Weltbank. 

Der türkische Verhandlungsführer Ali Babacan bekräftigte den Reformwillen seines Landes, und betonte, dass die Bekämpfung der Inflation weiterhin eine der Säulen des türkischen Wirtschaftsprogramms sei.

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