Papst verteidigt politische Funktion der Kirche [DE]

Papst Benedikt XVI. hat die Politiker der Europäischen Volkspartei dazu aufgerufen ihren Glauben in Taten umzusetzen und warnte vor einer Kultur, welche die Manifestation religiöser Überzeugungen ins Privatleben verbannt.

In einer Ansprache an die Teilnehmer des jährlichen Kongresses der Europäischen Volkspartei (EVP-ED) in Rom am 30. März forderte Papst Benedikt XVI. die Politiker dazu auf ihren Glauben in Taten umzusetzen. Er betonte, dass auch wenn sich Kirchen und kirchliche Gemeinschaften in die öffentliche Debatte einmischen […] würde dies keine Form der Intoleranz oder Einmischung darstellen.

„Durch die Achtung seiner christlichen Wurzeln kann Europa den Entscheidungen seiner Bürger und Völker eine sichere Richtung geben und das Bewußtsein stärken, zu einer gemeinsamen Zivilisation zu gehören“, sagte der Papst.  Er sagte weiter, dass die EU aus dem christlichen Erbe Kraft ziehen könne.  Er forderte die Politiker dazu auf eine Gesellschaft abzulehnen, die der Ansicht ist, dass Christen ihre Ansichten über Abtreibung für sich behalten sollen.  

Der Fraktionsvorsitzende der EVP-ED, Hans-Gert Pöttering sagte dem Papst in einer privaten Audienz, dass Christen und Moslems privilegierte Partner sein können.  Diese Aussage wurde als eine verschlüsselte Wiederholung der Position der EVP verstanden, dass die Beziehung zwischen der EU und Ankara auf einer privilegierten Partnerschaft beruhen sollte.  

Die EVP-ED, ein Zusammenschluss von 68 christdemokratischen und konservativen Parteien aus 35 Ländern feierte auf ihrem 17. Kongress in Rom ihren 30. Geburtstag. 

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