Welttag der Feuchtgebiete: Ministerien betonen Moorschutz

Zum Tag der Feuchtgebiete am Mittwoch haben die Bundesministerien für Umweltschutz und Landwirtschaft ihr Engagement zum Schutz und zur Wiedervernässung von Mooren in den Vordergrund gestellt.

Feuchtgebiete gehörten zu den “vielseitigsten und zugleich gefährdetsten Ökosystemen der Erde” und stellten auch für den Menschen lebenswichtige Ökosystemleistungen bereit, sagte Umweltministerin Steffi Lemke.

Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) fördere Deutschland Moorschutzprojekte bereits mit 52 Millionen Euro, fügte sie hinzu. 2022 sollen noch einmal neue Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 32 Millionen Euro dazukommen.

Innerhalb Deutschlands habe man zudem 35 Gebiete als Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung ausgewiesen, so Lemke.

Auch das Agrarministerium kündigte an, die Wiedervernässung von Mooren unterstützen zu wollen. Außerdem solle die landwirtschaftliche Nutzung von Feuchtgebieten, beispielsweise über sogenannte Paludikulturen, vorangebracht werden, schrieb das Ministerium auf Twitter.

Moore gelten als wichtige Kohlenstoffspeicher, die CO2 aufnehmen und somit dessen Konzentration in der Atmosphäre senken können. Intensive landwirtschaftliche Nutzung der Flächen steht dem jedoch entgegen.

Die Entwicklung von Bewirtschaftungsformen, die landwirtschaftliche Erträge mit dem Schutz von Feuchtgebieten verbinden, ist deshalb von zentraler Bedeutung, um die Kohlentstoffbindung in der Landwirtschaft – das sogenannte Carbon Farming – voranzutreiben. Gleichzeitig ist die finanzielle Entschädigung von Landwirt:innen für Schutzflächen eine entscheidende und umstrittene Frage.

Die ehemalige Umweltministerin Svenja Schulze hatte im September 2021 eine nationale Moorschutzstrategie vorgelegt, die allerdings nicht die Zustimmung des Agrarministeriums gefunden hatte.

Der Welttag der Feuchtgebiete wird jährlich zum Jahrestag der sogenannten Ramsar-Vereinbarung begangen, die 1997 auf Initiative der UNSECO abgeschlossen wurde, um weltweit besonders artenreiche Moore zu schützen.

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