Insgesamt rund sieben Milliarden Euro sieht der gestern vom Bundeskabinett verabschiedete Haushaltsentwurf für 2022 für den Bereich Landwirtschaft und Ernährung vor. Eine Milliarde davon soll in die Entwicklung der Tierhaltung hin zu mehr Nachhaltigkeit und Tierwohl fließen.
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir begrüßte die Planungen. “Wir ziehen an einem Strang beim Umbau der Tierhaltung und diese gemeinsame Perspektive spiegelt sich in den nächsten Jahren auch im Haushalt”, sagte er in einer Mitteilung.
Der Deutsche Bauernverband kritisierte dagegen, die vorgesehenen Mittel für den Umbau der Tierhaltung reichten nicht aus. “Diese Mittel können nur als erstes Signal gewertet werden, aber reichen bei Weitem nicht aus”, so Verbandspräsident Joachim Rukwied.
Auch die Förderung des Anbaus von Eiweißpflanzen, die eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Folgen des Ukraine-Kriegs auf den Agrarmärkten abzufedern, wird auf 5,6 Millionen Euro in 2022 aufgestockt. Ziel ist es laut dem Ministerium, das Angebot an regional erzeugten Futtermitteln und damit Deutschlands Autonomie bei der Futtermittelversorgung zu stärken, was sich angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine als entscheidend erwiesen habe.
