Schweden führt Klimakennzeichen für Lebensmittel ein [DE]

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Schweden hat Entwicklungsstandards, um Verbrauchern zu helfen bewusste Entscheidungen zu treffen, was die Folgen ihres Konsums auf den Klimawandel angeht. Produkte mit mindestens 25 Prozent Treibhausgaseinsparungen werden in jeder Lebensmittelkategorie gekennzeichnet, angefangen mit Pflanzen-, Milch- und Fischprodukten. 

Das Kennzeichen ist eine gemeinsame Initiative der Vereinigung der schwedischen Bauern, zwei Kennzeichnungsorganisationen für Nahrungsmittel und verschiedenen Milch- und Fleischkooperativen.

Man helfe dem Verbrauchern nicht zwischen Fleisch und Bohnen zu entscheiden sagte Pernilla Tidåker, die Klimaexpertin bei der Vereinigung der schwedischen Bauern (LRF), im Kommentar zur schwedischen Initiative zur Klimakennzeichnung, aber man helfe dabei, für jede Produktkategorie die klimafreundlichsten Entscheidungen zu treffen. 

Nach den schwedischen Studien sind Verbraucher in klimafreundlichen Produkten interessiert und 60 Prozent der Verbraucher würden gerne ein ensprechendes Kennzeichen sehen wollen, wenn sie Produkte kaufen. 

Das Projekt wird Standards für die Produktgruppe setzen. Zu klimafreundlichen Produkten zählt, was 25 Prozent weniger Klimaauswirkungen in einer bestimmten Kategorie hat als der Durchschnitt. Es wird auch ein Überwachungssystem initiieren, das weiter erreichte Ziele beobachtet. 

Am 26. Juni 2009 wurden Kriterien für die Produktion von Milchprodukten, Pflanzen und Fisch erlassen. Standards für andere Produktkategorien folgen im Oktober. 

Die Anführer der Initiative unterstreichen, dass die Kennzeichnung nicht nur ein weiteres Schema für den klimatischen Fußabdruck ist, sondern dass es die gesamte Nahrungsmittelkette umfasse, vom Bauernhof bis in das Regal des Supermarktes, was auch Verteilung und Verpackung beinhaltet. 

Die Initiative folgt auf eine Präsentation von vor einigen Wochen, bei der eine Reihe von Richtlinien für klimafreundliche Nahrungsmittelentscheidungen von der schwedischen Nationalen Nahrungsmittelverwaltung und der Umweltbehörde des Landes getroffen wurden (EURACTIV vom 22. Juni 2009). 

EU-Initiativen

Unterdessen wurde ein Runder Tisch zum Thema Konsum von nachhaltigen Nahrungsmitteln und Produktion (SCP) im Mai diesen Jahres gegründet. Die Europäische Kommission, die die Initiative unterstützt, versucht bis 2011 eine Methode zur Einschätzung des klimatischen Fußabdrucks für individuelle Nahrungsmittel und Getränke zu erarbeiten (EURACTIV vom 7. Juni 2009). 

Parallel dazu haben das europäische Forum für Einzelhandel und ein umweltpolitsicher Aktionsplan der Einzelhändler (REAP), der Anfang des Jahres gegründet wurde, zu freiwilligen Aktionen aufgerufen, um den klimatischen Fußabdruck des Einzelhandels und dessen Zulieferer zu verkleinern,  sowie die Förderung von  nachhaltigen Produkten anzuregen, zu unterstützen und den Verbrauchern helfen grün einzukaufen (EURACTIV vom 3. März 2009). 

Unterstützer

Measure co-financed by the European Union

Der Inhalt dieses Berichts oder dieser Veröffentlichung gibt ausschließlich die Meinung des Autors/der Autorin wieder, der/die allein für den Inhalt verantwortlich ist. Die Europäische Kommission haftet nicht für die etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen.

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