Rumänische Imker und Landwirten leiden seit einiger Zeit unter den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Die Regierung in Rumänien verabschiedete zwei staatliche Hilfsprogramme, um die Verluste teilweise auszugleichen.
Die Regierung wies darauf hin, dass die Imker vor Ort aufgrund der steigenden Treibstoffkosten und anderer Ausgaben für Arbeitskräfte, Veterinärdienste, Versorgungsleistungen und Futtermittel vor großen Herausforderungen stehen.
Darüber hinaus zwingen Honigimporte aus Drittländern wie der Ukraine und China, die die Preise auf dem rumänischen Markt unterbieten, die lokalen Imker, ihren Honig unter den Produktionskosten zu verkaufen, um Lagerbestände zu vermeiden.
Darüber hinaus ist die weltweite Marktfähigkeit des von rumänischen Imkern erzeugten Honigs im Jahr 2023 aufgrund der Einfuhren von minderwertigem Nicht-EU-Honig stark gesunken, da die Märkte in allen EU-Mitgliedstaaten gesättigt wurden.
Die neue Beihilferegelung ergänzt die bestehenden, aus dem Staatshaushalt finanzierten Unterstützungsregelungen mit einer Obergrenze von 280.000 Euro pro Begünstigtem.
Nach Angaben des Forschungsinstituts für Agrarwirtschaft und ländliche Entwicklung beliefen sich die Gesamtausgaben im Bienenzuchtsektor im Jahr 2023 auf 385,9 Lei pro Bienenfamilie bei einer durchschnittlichen Produktion von 12,42 kg Honig pro Bienenfamilie. Die Gesamteinnahmen aus der Gesamtproduktion beliefen sich auf 291,9 Lei pro Bienenfamilie.
Die Regierung wird im Agrarsektor finanzielle Unterstützung gewähren, um die Verluste beim Tomatenanbau in geschützten Gebieten von Dezember 2023 bis zum ersten Quartal 2024 und beim Knoblauchanbau von Herbst 2023 bis Frühjahr 2024 teilweise auszugleichen.
Diese Maßnahme kann von landwirtschaftlichen Erzeugern in Anspruch genommen werden, die eine kumulierte Fläche von mindestens 1.000 Quadratmetern ausschließlich mit Tomaten in Schutzgebieten bewirtschaften und die auf mindestens 0,3 Hektar Knoblauch anbauen.
Vergleicht man die Daten des Forschungsinstituts für Agrarwirtschaft und ländliche Entwicklung aus dem Jahr 2023 mit denen aus dem Jahr 2021, so ergibt sich ein Anstieg der Ausgaben für chemische Düngemittel für den Knoblauchanbau um 133,46 Prozent.
Nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts werden die durchschnittlichen monatlichen Arbeitskosten je Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei im Jahr 2022 um 14,37 Prozent im Vergleich zu 2021 steigen.
[Bearbeitet von Kjeld Neubert]

