Nutri-Score wird eingeführt

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hatte sich lange gegen die Einführung des Nutri-Scores gewährt, jetzt kommt er doch. [EPA-EFE/CLEMENS BILAN]

Lange war er umstritten in Deutschland. Nun kommt er. Ab Freitag, den 06. November, können Unternehmen den sogenannten Nutri-Score verwenden.

Der Nutri-Score soll es den VerbraucherInnen erleichtern, die Nährwertqualität von Produkten zu erkennen und zu vergleichen. Dafür ist eine kombinierte Skala aus Farben und Buchstaben, von einem grünen A bis zum roten E, vorgesehen. Der jeweilige Score wird laut einer Pressemitteilung des Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aus Energiegehalt sowie dem “Gehalt ernährungsphysiologisch günstiger und ungünstiger Nährstoffe” berechnet und bezieht sich dabei auf 100 Gramm oder 100 Milliliter eines Lebensmittels.

Die Kennzeichnung soll ab dem 6. November auf der Vorderseite von Produktverpackungen zu finden sein und den Nährwert eines Lebensmittels innerhalb dessen Produktgruppe wiederspiegeln. Die Kennzeichnung ist allerdings nicht verpflichtend für Unternehmen. Frankreich und Belgien haben ein solches System bereits eingeführt.

Nutri-Score wurde in Frankreich entwickelt

“Jetzt müssen Wirtschaft und Handel mitziehen. Der Nutri-Score bietet für Verbraucher leicht verständliche und vergleichbare Informationen und ist damit eine hilfreiche Orientierung am Supermarktregal”, sagt Bundesernährungsministerin Julia Klöckner. Lange war der Nutri-Score in Deutschland umstritten. Verbraucherschutz-Organisationen forderten schon länger die Einführung des in Frankreich entwickelten Kennzeichnungs-Systems auch in Deutschland. Julia Klöckner hatte sich allerdings dagegen ausgesprochen und wollte ein eigenes System entwerfen.

Am Donnerstagvormittag gab das BMEL schließlich bekannt, dass eine Verordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, welche den Nutri-Score rechtssicher in Deutschland verwendbar macht und am darauffolgenden Tag in Kraft tritt.

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