Klöckner warnt vor Überforderung der Bauern beim Klimaschutz

Julia Klöckner nach der Kabinettssitzung in Berlin

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) fordert dass bei CO2-Emissions in der Landwirtschaft auch auf Machbarkeit geachtet werden soll. EPA-EFE/Maja Hitij / POOL

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat davor gewarnt, die Bauern beim Klimaschutz zu überfordern. „Vieles geht nicht über Nacht“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag (31. Mai).

„Humusaufbau in Böden etwa – um mehr CO2 zu speichern – braucht fünf bis zehn Jahre, eher mehr“, erklärte sie. „Solche biologischen Prozesse gehen nicht schneller, weil wir ein Gesetz verabschieden.“

Kernaufgabe der Landwirtschaft bleibe die Ernährungssicherung, betonte Klöckner.

„Unsere Landwirte produzieren das, was wir zum Leben brauchen. Das wird nie gänzlich ohne Emissionen gehen, aber eben mit weniger.“

Bei der Klimapolitik müsse es in diesem Bereich deshalb „um Augenmaß und Machbarkeit“ gehen.

Die Ministerin verwies darauf, dass der Agrarsektor in Deutschland seine Ziele bei der CO2-Reduktion im vergangenen Jahr „sogar übererfüllt“ habe. Im Vergleich zu 1990 seien die Treibhausgasemissionen um rund 24 Prozent reduziert worden.

Die EU-Kommission will im Juli ein Gesetzespaket vorstellen, wie die verschärften europäischen Klimaziele – Klimaneutralität bis 2050, um die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen – erreicht werden können.

Der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, hatte vor einigen Tagen bereits deutlich gemacht, dass er dabei auch auf die Landwirtschaft zielt.

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