Helsinki streicht Fleisch und Kuhmilch von der Speisekarte

Ab Anfang nächsten Jahres werden bei öffentlichen Veranstaltungen, Seminaren, Tagungen oder Workshops in Helsinki kein Fleisch und keine Kuhmilch mehr serviert. [shutterstock/raiber]

Ab Anfang nächsten Jahres werden bei öffentlichen Veranstaltungen, Seminaren, Tagungen oder Workshops in Helsinki kein Fleisch und keine Kuhmilch mehr serviert. 2013 hat sich die finnische Hauptstadt zur „Fair-Trade-Stadt“ erklärt und wendet beim Erwerb Kriterien des fairen Handels an.

Kaffee und Tee werden von Anbietern aus fairem Handel stammen, Produkte auf Haferbasis werden Kuhmilch ersetzen, und auf den Speisekarten werden saisonale vegetarische Gerichte oder Fisch aus verantwortungsvoller lokaler Herkunft stehen, der mit Wasser und fermentierter Milch serviert wird.

Es überrascht nicht, dass die sozialen Medien mit Kommentaren überschwemmt wurden. Die Entscheidung Helsinkis hat die unterschiedlichen Wertvorstellungen und Trennungen zwischen Stadt- und Landbevölkerung sowie zwischen Generationen und Klassen deutlich gemacht.

Der Zentralverband der landwirtschaftlichen Erzeuger und Waldbesitzer verurteilte die Ausrichtung Helsinkis als „Greenwashing“. Die ländlich geprägte Zentrumspartei nannte es „traurig“, sollte dies ein Verbot von im Inland erzeugtem Fleisch bedeuten.

Offiziell heißt es, der Schritt sei Teil des Kampfes gegen den Klimawandel und die Lebensmittelverschwendung. Allerdings wird es Ausnahmen von der Regel geben. „Wenn beispielsweise der schwedische König zu Besuch kommt, können wir vor Ort erlegtes Wild servieren“, sagte der Bürgermeister von Helsinki, Juhana Vartiainen.

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