Finnland erwartet tausende Erntehelfer – trotz Pandemie

Auch in diesem Jahr werden wieder Erntehelfer nach Finnland kommen. [EPA-EFE/MAURI RATILAINEN]

Auch in diesem Jahr werden wohl bis zu 10.000 Menschen nach Finnland kommen, um dort auf den Feldern und in den Gewächshäusern zu arbeiten. 

Die Wanderarbeiter, meist aus der Ukraine, Russland und Thailand, würden dringend gebraucht, hieß es. Zeitgleich ist die Angst vor einer erneuten COVID-Welle unter den Einheimischen groß.

Die zuständigen Behörden und Verbände haben ihrerseits versichert, dass alles getan werde, um den Schutz der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie ihrer Arbeitgeber zu gewährleisten.

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Mit dem Beginn der Erntesaison im Südwesten Finnlands wird die Nachfrage nach Arbeitskräften steigen und vor allem zum Start der Beerenpflücksaison im östlichen Teil des Landes ihren Höhepunkt erreichen, so der Zentralverband der Landwirtschaftsproduzenten und Waldbesitzer (MTK). Weiter wurde mitgeteilt, die ersten Arbeitsmigranten seien bereits eingetroffen; weitere werden bis Ende Juni folgen.

Diejenigen, die in Finnland ankommen, müssen ein Zertifikat vorlegen, das belegt, dass sie kürzlich negativ auf COVID-19 getestet wurden, zitiert der finnische Rundfunk (YLE) den Direktor für Geschäftsentwicklung der MTK, Marko Mäki-Hakola. Die Arbeiterinnen und Arbeiter würden bei ihrer Ankunft noch einmal getestet und dann zu ihren Arbeitsplätzen transportiert, wo sie sich umgehend in Quarantäne begeben sollten.

Die Betriebe hatten sich außerdem mit den örtlichen Krankenhäusern abstimmen und einen Gesundheits- und Sicherheitsplan für den Beginn der Saison aufstellen müssen.

Im vergangenen Jahr waren etwa 3.000 Saisonarbeitende nach Finnland gekommen. Dieses Jahr hat die finnische Einwanderungsbehörde hingegen schon mehr als 7.300 Anträge bewilligt; es sollen derzeit noch etwa 1.200 weitere entsprechende Bewerbungen ausstehen.

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