Die Kommission und die Mitgliedstaaten haben eine Untersuchung der potentiellen Gefahren der gentechnisch veränderten Maissorte Bt10, die in der EU in Umlauf gebracht worden ist, eingeleitet.
Die Kommission hat die schweizerische Biotech-Firma Syngenta dazu aufgefordert, ausführliche Informationen über die Genmais-Sorte Bt10 bereitzustellen. Die gentechnisch veränderte Maissorte ist in der EU in Umlauf gebracht worden, obgleich keine Zulassung für den EU-Markt vorliegt.
Acht Kilogramm von Bt10 sind zu Forschungszwecken aus den USA nach Frankreich und zwei Kilogramm nach Spanien geliefert worden. Die Samen waren mit der zugelassenen Genmais-Sorte Bt11 vermischt. Darüber hinaus sind seit 2001 nach Schätzungen der Kommission 1.000 Tonnen Lebensmittel- und Tierfutterprodukte, die Bt10 enthalten, in den EU-Markt gelangt.
Die Kommission hat am 1. April bekannt gegeben, dass sie in der kommenden Woche weitere Informationen von Syngenta über die molekularen Eigenschaften von Bt10 erwarte. Diese sind dafür erforderlich, dass die potentiell gefährliche Genmais-Sorte in Produkten nachgewiesen werden kann und dass diese anschließend isoliert und vernichtet werden können.
Die Kommission ist besonders besorgt darüber, dass Bt10 ein Gen enthält, welches gegen das Antibiotikum Ampizillin resistent macht. Syngeta behauptet jedoch, das Gen sei in Bt10 inaktiv.
