Lebensmittelinformationen für Verbraucher

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Die EU zieht neue strikte Regeln zur Beschriftung von Lebensmitteln in Betracht, um Verbrauchern dabei zu helfen, gesundes Essen auszuwählen und Übergewichtigkeit  zu bekämpfen, die zu einem ernstzunehmenden Belang der Volksgesundheit geworden ist.

Food labelling and advertising has become a topical issue in the fight against obesity (see EURACTIV LinksDossier).

A 1990 EU Directive on Nutrition Labelling for Foodstuffs lays down harmonised rules on the presentation and content of nutritional information for pre-packed foods. But the inclusion of nutrition information is voluntary unless a nutrition-related claim is made on the package.

Another EU Directive on the Labelling, Presentation and Advertising of Foodstuffs is the main EU directive on food labelling. It ensures that the consumer gets all the essential information regarding the composition of a product, its manufacturer, the method of storage and preparation. 

Following its 2000 White Paper on Food Safety, the Commission initiated a reform of labelling rules. After an evaluation of existing legislation and a public stakeholder consultation on the issue (see summary of results and individual responses), a revision of EU food labelling rules was announced in a 2007 White Paper on a Strategy for Europe on Nutrition, Overweight and Obesity-related Health Issues.

In January 2008, the Commission finally adopted proposals on the 'revision' of current food labelling rules. The proposed regulation is intended to repeal the current two directives on food labelling.

The EU executive suggests that food labels should be made clearer and more relevant to consumers, and sets out specific requirements for displaying information on the front of packaging. One of the strategic goals of the review is to provide consumers with the necessary information to enable them to make healthy choices.

Ein Konsens ist zwischen Politikern und Konsumentengruppen aufgekommen, dass Selbstregulierung kein effektiver Weg ist, um sicherzustellen, dass akkurate Nährstoffinformationen auf allen Lebensmittelverpackungen enthalten sind.

Während Hauptlebensmittelproduzenten zugestanden wird, signifikante Investitionen getätigt zu haben, um Nährstoffinformationen zu verbessern, ist der Druck für eine Gesetzgebung aus der ungleichmäßigen Umsetzung der Industrierichtlinien erwachsen.

2008 legte die Europäische Kommission Vorschläge für die Regulierung der Bereitstellung von Lebensmittelinformation für Konsumenten vor, in der existierende EU-Regeln zu Lebensmittelkennzeichnung und Nährstoffinformationen zu einer neuen Regulierung verbunden werden.

Der Vorschlag der Kommission schlägt die Einführung des Folgenden vor:

  • Verpflichtende Vorderseitenkennzeichnung mit einer Reihe von Nährstoffen: Energie, Gesamtfette, gesättigte Fette, Kohlenhydrate (mit spezieller Referenz für Zucker) und Salz, jeweils als Anteil pro 100g, 100 ml oder pro Portion ausgedrückt;
  • Eine Mindestschriftgröße von 3mm für die Beschriftung und einen deutlichen Kontrast zwischen dem Druck und dem Hintergrund um die Lesbarkeit zu verstärken.

Die Beschriftungsanforderungen betreffen lediglich verarbeitete Lebensmittel und Getränkeprodukte und schließen nicht-verarbeitete Lebensmittel wie Fleisch und Gemüse aus. Alkoholische Getränke wie Wein, Bier und Spirituosen sind momentan ebenfalls von dem Vorschlag ausgeschlossen, abgesehen von gemischten Produkten wie so genannte „Alkopops“.

Jedoch kann Alkohol nach fünf Jahren weiterer Beratung und nach Inkrafttreten der Regulierung auch in die Richtlinie aufgenommen werden – was die Alkoholindustrie zwingen würde, den Kalorienanteil ihrer Produkte offen zu legen.

Während der Vorschlag diskutiert wird, unterscheiden sich die Ansichten der Akteure stark, welche Art von Information Konsumenten erhalten sollten, wo auf der Packung diese abgebildet werden und wie groß die Buchstaben sein müssen.

Welche Information ist wichtig und wie soll sie präsentiert werden?

Konsumentenorganisationen verlangen Angaben über Salz, Zucker, Fett und gesättigte Fette auf der Vorderseite der Verpackungen. Doch die Lebensmittelindustrie schlägt vor, Firmen lediglich zu verpflichten, Angaben zum Kaloriengehalt auf der Vorderseite zu drucken, was es Produzenten freistellen würde, welche zusätzlichen Informationen sie angeben möchten.

Der Ausschuss für Gesundheit und Umwelt (ENVI) des Europäischen Parlaments möchte, dass Angaben über Proteine, Ballaststoffe und Transfette zu der Liste von verpflichtenden Angaben auf der Vorderseite der Verpackung hinzugefügt werden, während die Europäische Kommission vorschlägt, dass ihre Angabe lediglich freiwillig sein sollte.

Europaabgeordnete unterstützen die verpflichtende Angabe von allen Inhaltsstoffen auf der Vorderseite der Verpackung und wollen spezifische Regeln, die die Lesbarkeit des Energieanteils (Kalorien) sicherstellen. Sie verlangen außerdem, dass Produkte, die Nano-Materialien enthalten, diesbezüglich deutlich beschriftet sind.

Parlamentarier empfehlen auch, den Zwang der Kommission zur 3mm-Schriftgröße mit einer Verpflichtung zu ersetzen, die Nährstoffinhalte lesbar zu gestalten. Diese Position wird von der Lebensmittelindustrie unterstützt.

Ampeln gegen Richtwert für die Tageszufuhr

Eine der Kontroversen im Entwurf für die Lebensmittelkennzeichnung ist die Option für Mitgliedsstaaten, die Lebensmittelindustrie zu zwingen, ein visuell repräsentatives Element wie das Ampelsystem abzudrucken. In einem solchen System würde beispielsweise eine rote Ampel auf Produkten abgebildet sein, die hohe Fett-, Zucker oder Salzwerte haben.

Die Debatte stellt Konsumenten und Gesundheit-NROs, die für die Einführung eines Ampelsystems plädieren,  gegen die Lebensmittelindustrie, die ein System der Richtwerte für die Tageszufuhr (Guideline Daily Amounts, GDAs) bevorzugen. GDAs schätzen den durchschnittlichen täglichen Energieverbrauch für normalgewichtige, durchschnittlich fitte Männer und Frauen zwischen 19 und 50 Jahren. Es gibt zurzeit keine GDAs für Kinder.

Bemühungen, GDAs auf Lebensmittelverpackungen einzuführen wurden in der Vergangenheit manchmal von der Absicht von Unternehmen untergraben, das System zu ihrem kommerziellen Vorteil zu nutzen. Währenddessen behaupten Unternehmen, dass eine farbliche Kennzeichnung zu vereinfachend sei und zu einer „Dämonisierung“ von einigen Lebensmitteln führen würde, deren Inhaltsstoffe in einer ausgewogenen Ernährung notwendig sind.

Pro Portion gegen pro 100 Gramm

Ein weiteres Thema der Debatte ist, ob Inhaltsstoffe pro Portion oder pro 100 Gramm angegeben werden sollte. Für Produkte wie Joghurt oder mehrere einzeln verpackte Schokoriegel gibt es einen Konsens, dass die „pro Portion“-Kennzeichnung praktisch ist.

Das Thema ist weniger eindeutig, wenn es sich um Kekspackungen oder Sodaflaschen handelt, da es hier kompliziert ist, festzustellen, wie viel eine durchschnittliche Portion ist. In solchen Fällen würde die Angabe von Inhaltsstoffen pro 100 Gramm oder 100 Milliliter es für Konsumenten einfacher machen, konkurrierende Produkte zu vergleichen.

In der Praxis sind Unternehmen oft davor zurückgeschreckt und bevorzugten stattdessen, den Inhaltsstoff „pro Portion“ anzugeben, auf Schätzungen basierend, was ihre Konsumenten in der Regel essen.

Mitgliedsstaaten warnen mittlerweile, dass der Ausdruck „pro Portion“ nicht als einzige Angabe dienen kann und nur zusätzlich zu Informationen pro 100 Gramm oder 100 Milliliter akzeptiert werden würde.

Gesetzgeber des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europäischen Parlaments sind sich einig mit der Kommission, dass Informationen zu Energie und Inhalten in Angaben pro 100 Gramm oder 100 Milliliter und möglicherweise zusätzlich pro Portion angegeben werden sollten. Sie bevorzugen ebenfalls Vergleiche mit den Tageszufuhrrichtwerten (GDAs) für Energie und manche Inhaltsstoffe, doch sie möchten klarstellen, dass „die persönlichen täglichen Richtwerte für [jeden] Konsumenten unterschiedlich sein können.“

KMUs

Während EU-Mitgliedsstaaten im Allgemeinen die Idee der verpflichtenden Inhaltsangaben akzeptieren, sind manche Delegationen weiterhin besorgt darüber, welche zusätzliche Verwaltungslast die Richtlinie für Unternehmen und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen darstellen könnte.

KMU-Organisationen behaupten insbesondere, dass es unmöglich wäre, unverpackte Lebensmittel von Bäckereien, Salatbars oder Cateringdiensten zu beschriften.

Nährstoffprofile und Gesundheitsbehauptungen

EU-Gesetzgeber stimmten ab, eine Richtlinie von der EU-Regulierung zu Nährstoffen und Gesundheitsbehauptungen bei Lebensmitteln aus dem Jahr 2007 zu löschen, die es notwendig macht, angemessene Nährstoffprofile abzudrucken, die Behauptungen wie „fettfrei“, „Hilft Ihrem Körper, Stress zu vermeiden“ oder „reduziert Cholesterin“ beweisen.

Sie behaupten, dass zukünftige Regulierung zu für Konsumenten verständlichen Informationen führen wird und dass keine Einschränkungen zu Behauptungen notwendig wären.

Dennoch behaupten andere, dass, falls die Richtlinie gelöscht wird, Behauptungen bei Produkten gemacht werden könnten, die zwar einen niedrigen Fettanteil doch hohe Zucker- und Salzgehalte haben.

Ursprungsland

Europaabgeordnete fordern ebenfalls die Nennung des Ursprungslands auf Fleisch, Geflügel, Milchprodukten, frischem Obst und Gemüse und anderen Produkten, die lediglich aus einem Lebensmittel bestehen. Das gleiche würde für Fleisch, Geflügel und Fisch gelten, wenn es als Inhaltstoff in verarbeiteten Lebensmitteln dient.

Während Konsumentenorganisationen diese Initiative willkommen heißen, behaupten Akteure der Lebensmittelindustrie, dass solche Verpflichtungen einen überzogenen Prozess der Änderungen der Beschriftungen für jede Produktserie nach sich ziehen würde, da die Inhaltsstoffe nicht immer von den gleichen Quellen bezogen werden.

„Lebensmittelkennzeichnungen können einen riesigen Einfluss auf die Kaufentscheidungen von Konsumenten haben“, sagte der ehemalige Gesundheitskommissar Markos Kyprianou, der im Januar 2008 den Vorschlag der EU-Exekutive vorstellte. „Verwirrende, überladene oder fehlleitende Kennzeichnungen können ein Hindernis dabei darstellen, dem Konsumenten zu helfen. […] Der heutige Vorschlag zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Lebensmittelkennzeichnungen die relevanten Informationen in einer klaren und lesbaren Weise darstellen, sodass EU-Bürger in die Lage versetzt werden, ausgewogene Ernährungsentscheidungen zu treffen.“

Entwürfe der Industrie beinhalteten den Vorschlag, Unternehmen lediglich zu verpflichten, den Kaloriengehalt auf der Vorderseite abzudrucken und es Herstellern selbst zu überlassen, ob sie zusätzliche Informationen einschließen wollten. Dies kommentierte Robert Madelin, ein ehemaliger Generaldirektor in der Abteilung für Gesundheit und Konsumentenangelegenheiten der Europäischen Kommission, damit, dass ein solcher Ansatz „eine krasse Entstellung“ von Nährwertinformationen darstellen würde und Misstrauen zwischen den Lebensmittelunternehmen und der Öffentlichkeit fördern könnte.

Madelin sagte außerdem, dass die Bereitstellung von Nährwertinformationen bezüglich der Portionsgröße zu viel Spielraum für Variation bieten könnte. Er sagte, dass es Verdächtigungen gebe, dass manche Unternehmen eher die Portionsdaten abdruckten auf Basis von dem, was Konsumenten essen sollten, statt den Portionen, die sie tatsächlich essen.

Er forderte die Industrie heraus, „ihre Bücher zu öffnen“ und interne Forschungsergebnisse von Konsumentengewohnheiten mitzuteilen, um den Eindruck, dass Unternehmen einen „Kartentrick“ durchführen, indem sie ideale Portionen an Stelle von realen Portionen abdrucken, zu zerstreuen.

Der Verband der Lebensmittel- und Getränkeindustrie der EU (CIAA)befürchtet, dass Kennzeichnungsregeln ein Übermaß an Informationen mit sich bringen könnten, die zur Verwirrung von Konsumenten führen könnten. Er sucht dafür Unterstützung für die bestehenden Bemühungen der Industrie und der freiwilligen Angabe von Richtwerten für die Tageszufuhr (GDA).

Der Verband glaubt, dass verpflichtende Nährstoffkennzeichnung ein Symbol für Energie auf der Vorderseite enthalten sollte, in dem der Energiewert als absoluter Wert pro Portion und als Prozentanteil am Richtwert für die Tageszufuhr ausgedrückt ist. Dem CIAA zufolge sollte eine verpflichtende Kennzeichnung auf der Rückseite der Verpackung acht Hauptnährstoffe enthalten (Energie, Protein, Kohlenhydrate, Zucker, Fett, gesättigte Fette, Ballaststoffe und Natrium), deren Anteil an 100g oder 100ml ausgedrückt wird.

Der CIAA möchte auch, dass Lebensmittel in Verpackungen, deren bedruckbare Oberfläche unterhalb von 100 cm² liegt, von den Beschriftungsvorschriften ausgenommen wird. Er verlangt, dass die gleichen Ausnahmen auf Lebensmittel mit vernachlässigbaren Anteilen von Energie pro Portion oder in einer Menge von weniger als 5g/ml und auf Produkte mit saisonaler, luxuriöser oder Geschenknatur angewendet werden, einschließlich Assortiments.

Bezüglich der vorgeschlagenen Regeln für Herkunftsbeschriftungen betont der CIAA, dass „es keinen Bedarf an weiteren legalen Anforderungen gibt, da die aktuelle Gesetzgebung bereits besagt, dass Herkunftsangaben notwendig sind, wenn deren Abwesenheit den Konsumenten bezüglich der tatsächlichen Herkunft verleiten könnte.“

Christiaan Prins, EU-Manager bei Unilever, einem bedeutenden globalen Lebensmittelproduzenten, betonte, dass die Anforderungen zu Herkunftsangaben für einige Produkte sehr kompliziert seien, da ihre Herkunft nicht immer dieselbe sei.

„Alle Produkte, die in der EU verwendet werden, müssen den EU-Lebensmittelsicherheitsstandards und den Rückverfolgungsanforderungen entsprechen und wir wissen, wo die Zutaten unserer Produkte herkommen. Doch wir finden, dass die Packung einen begrenzten Weg darstellt, unsere Konsumenten darüber zu informieren. Es würde uns zwingen, die Angaben jedes Mal zu verändern, wenn wir die Herkunft unserer Inhaltsstoffe verändern. Dies würde eine größere Menge an Verpackungsabfall bedeuten. Es ist nachhaltiger, diese Art von Information durch kostenfreie Konsumentenhotlines bereitzustellen“, sagte Prins.

Was die Farbkennzeichnung betrifft, sagte Prins, dass individuelle Nährmittelprodukte nicht allein betrachtet werden dürften, sondern als Teil einer gesamten Ernährungsweise. „Wenn die Menschen nur noch ‚grüne’ Produkte konsumieren würden, hätten sie keine ausgewogene Ernährung.“

In seinem Kommentar zu den Vorschlägen des ENVI-Ausschusses des Europäischen Parlaments, Nährwertprofile zu löschen, sagte Peter Vicary-Smith, Vorstandsvorsitzender der britischen Verbraucherorganisation Which?, dass „Nährwertprofile zu verwerfen so wäre wie das Kind mit dem Bade auszuschütten. Denn das würde es einfach machen für alle möglichen ungesunden Lebensmittel, gesundheitliche Qualitäten für sich zu beanspruchen“.

Which? zufolge könnten nach dem derzeit vorgeschlagenen Text Lebensmittel so wie Berliner, Schokoladenmilchshakes und Schweinewürste alle von sich behaupten gesund zu sein.

Das Europäische Herznetzwerk (EHN), der Europäische Verbraucherverband (BEUC) und die Europäische Allianz für Öffentliche Gesundheit (EPHA) glauben, dass die mehrfarbige Farbkennzeichnung (die so genannte ‚Ampel’-Etikettierung) auf der Vorderseite der Verpackung obligatorisch sein sollten. Rot, Orange (Gelb) und Grün sollen anzeigen, ob das Niveau von Fett, gesättigten Fetten, Zucker und Salz pro 100g/100ml hoch, mittelhoch oder gering ist. Ein eingehenderes Etikett, auf dem acht Nährstoffe nach ihren Niveaus gelistet werden würden, sollte auf der Rückseite der Verpackung gezeigt werden.

„Die Prozente der Tageszufuhr [GDA] allein ermöglichen kein schnelles Verstehen davon, ob ein Nährstoff zu geringem, mittlerem oder hohem Maße vorhanden ist. Die Forschung zeigt, dass Verbraucher Farbkennzeichnungen mögen und verstehen, wohingegen die Prozente der Tageszufuhr nicht so leicht zu verstehen sind.“

Die Europäische Vereinigung von Handwerks-, Kleinen und Mittleren Unternehmen (UEAPME) behauptet, dass Debatten über „die Schriftgröße, Farbkontrast, Ampeln und andere Details eigentlich [...] die viel wichtigere Frage der Etikettierung von losen Waren [verschleiern und überschatten]“. „Unverpackte Lebensmittel sind in der Reichweite der Richtlinie enthalten.“

Die UEAPME behauptet, es sei absurd, dass die EU darauf besteht, dass gemischte Salate, vorbereitete Speisen, Brote, Kuchen, Teigmischungen, Eiscreme und gelieferte Speisen mit vollständigen Zutatenetikettierungen und Ernährungsprofilen versehen werden müssen.

„Die Europäische Kommission hat selbst dies eingesehen und Alternativen vorgeschlagen. Jeder der 27 Mitgliedsstaaten könnte in der Tat eine angemessene Ausnahmeregulierung für unverpacktes Essen annehmen.“

Sie warnt auch, dass, wenn der Vorschlag unverändert bleibt, „die kleinen Lebensmittelhändler in Europa, wie Bäcker, Konditoren, Metzger, Eiscremehersteller, Restaurants, sich auf harte Zeiten einstellen können“. Die Vielfältigkeit des Nahrungsmittelangebots, ein kultureller und gesundheitlicher Faktor, stehe auf dem Spiel, wenn Lebensmittelunternehmen nur standardisiertes Essen herstellen dürfen.

  • 30. Mai 2007: Weißbuch der Kommission zu Fettleibigkeit.
  • 30. Januar 2008: die Kommission nimmt einen Vorschlag für eine Regulierung zur Lebensmitteletikettierung auf (EURACTIV 31.01.08).
  • 7. November 2008: der Ausschuss des Europäischen Parlaments für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) gibt einen Bericht von MdEP Renate Sommer heraus; jedoch wurde der erste Vorschlag  zurückgezogen und die erste Lesung des Dossiers begann zu Beginn der neuen Legislaturperiode (2009).
  • 11. November 2009: neuer vorläufiger Bericht von der Europaabgeordneten Renate Sommer vorgelegt.
  • 14. Dezember 2009: Rat nimmt den Fortschrittsbericht der EU-Präsidentschaft zur Kenntnis.
  • 16. März 2010: ENVI-Ausschuss nimmt vorläufigen Bericht an (EURACTIV 17.03.10).
  • 16. Juni 2010: Abstimmung zu erster Lesung im Europäischen Parlament (EURACTIV 17.06.2010).
  • 6. Dez. 2010: Rat erreicht politische Abstimmung über das Dossier (die Einigung lesen).
  • 19. April 2011: Annahme des Berichtes der zweiten Lesung im ENVI-Ausschuss im Europäischen Parlament.
  • 5. Juli 2011: Plenarabstimmung in zweiter Lesung geplant.

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