Da 80% der Europäer in städtischen Gebieten lebten, seien die Städte der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung, erläuterte EU-Kommissarin Margot Wallström, als sie ihre „Vision“ von zukunftsfähigen Städten bei der Eröffnung der Grünen Woche in Brüssel präsentierte.
Margot Wallström, Vizepräsidentin der Kommission und zuständig für Kommunikationspolitik, hat am 12. Juni 2007 die Vorstellungen der Kommission von zukunftsfähigen Städten vorgestellt.
Der Kampf um eine nachhaltige Zukunft werde in den städtischen Gebieten gewonnen oder verloren, sagte Wallström und wies auf drei Gründe hin, warum eine „gemeinsame Vision“ von der Stadtpolitik auf europäischer und globaler Ebene gebraucht werde:
- Mit weltweit schnell wachsenden Städten würden städtische Angelegenheiten zunehmend die Aufmerksamkeit der Regierungen auf sich ziehen und die lokale partizipatorische Demokratie fördern.
- Mehr als die Hälfte der städtischen Gebiete, die 2030 auf der Erde existieren würden, müssten noch gebaut werden. Dies bedeute, dass die Städte der Welt noch ein unbeschriebenes Blatt seien, welches noch mit Planungen und Entwürfen zu füllen sei, so Wallström. Es böten sich ‚erstaunliche Möglichkeiten’.
- Städte seien ‚Wirtschaftsmaschinen‚, die für 80% des weltweiten Wirtschaftswachstums verantwortlich seien.
Der Bau zukunftsfähiger Städte könne nicht allein von Regierungen unternommen werden, betonte Wallström. Sie sagte jedoch, dass Regierungen die Bürger und Unternehmen für neue Formen von Partnerschaften mobilisieren müssten, um das Ziel zu erreichen.

