Eine jüngste Eurobarometer-Umfrage bestätigt, dass die EU-Bürger dem Umweltschutz mehr Bedeutung beimessen als wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit.
60 % aller EU-Bürger sind der Meinung, dass die Entscheidungsträger umweltpolitischen Erwägungen bei der Entscheidungstreffung genauso viel Bedeutung beimessen sollten wie Wirtschafts- und Umweltfaktoren. Dies ist die Hauptbotschaft der jüngst veröffentlichten Ergebnisse einer neuen Eurobarometer-Umfrage, die in der zweiten Hälfte 2004 durchgeführt wurde.
Weitere Ergebnisse der Umfrage:
- Die größten Sorgen machen sich die Bürger über die Wasserverschmutzung, von Menschen verursachte Katastrophen (wie Ölverschmutzung etc.) und den Klimawandel.
- Umweltverbänden vertrauen die Bürger am meisten (42 %), allerdings büßten diese 6 % gegenüber dem Jahr 2002 ein. Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Medien (Fernsehen und Zeitungen) in Bezug auf Umweltinformationen ist deutlich gestiegen, während lediglich 2 % der Bürger Unternehmen in dieser Hinsicht vertrauen.
- Die EU wird als die wirksamste Ebene für umweltpolitische Entscheidungen betrachtet.
Die Umfrage bestätigt die bemerkenswerten Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage vom Februar 2005 zur Lissabon-Agenda: 63 % der EU-Bürger waren der Meinung, dass Umweltschutz Vorrang vor wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit haben müsse (24 % sind gegensätzlicher Meinung).
