Flugsicherheit: EU wird Beschränkungen für Flüssigkeiten lockern [DE]

Flugpassagiere sollten einige Ängste an Flughäfen der EU erspart bleiben, nachdem die Kommission entschieden hat, Sicherheitsverordnungen zu lockern, welche zur Folge haben, dass tausende von Litern Parfüm und Alkohol täglich konfisziert werden.

Die Kommission hat am 31. Juli 2007 eine Verordnung angenommen, die es den Passagieren aus Drittstaaten, die zollfreie Flüssigkeiten im Ausland gekauft haben und sich auf Durchgangsverkehr durch die EU befinden, ermöglichen wird, ihre Einkäufe zu behalten.

Seit November 2007 muss jegliche Menge an Flüssigkeit, die in einem Duty Free Shop außerhalb der EU erstanden wurde und welche die derzeit im Handgepäck erlaubte Menge überschreitet (100ml), aus Sicherheitsgründen an EU-Flughäfen abgegeben werden (EURACTIV vom 3. November 2007).

Dies hat nicht nur zu Verärgerungen und Verzögerungen während der Flughafenkontrollen, sondern auch zur Schaffung von wahrhaftigen ‚Weinkellern’ an europäischen Flughäfen geführt.

Die neue Verordnung wird der Kommission ermöglichen, Drittstaaten Ausnahmen zu gewähren, wenn sie nachprüfen konnte, dass die Drittstaaten gleichwertige Flugsicherheitsstandards anwenden. Dies würde ermöglichen, dass Flüssigkeiten, die in Duty Free Shops in diesen Staaten erworben wurden, auch auf Flügen innerhalb der EU zugelassen würden.

Der Kommissar für Verkehr Jacques Barrot sagte, man müsse die richtige Balance zwischen einer strengen Flugsicherheit und dem Komfort der Passagiere finden. Diese neue Verordnung sei ein Schritt in die richtige Richtung. Sie ebne den Weg, um unnötige Behinderungen für Durchgangspassagiere zu vermeiden, die von Flughäfen außerhalb der EU ankämen, bei denen man sicher sei, dass sie gleichermaßen strenge Flugsicherheitsstandrads in Hinblick auf Flüssigkeiten an wendeten, wie es an Flughäfen der EU der Fall sei.  

Die Kommission wird vermutlich im Herbst 2007 die ersten Ausnahmen ankündigen.

Der European Travel Retail Council (ETRC) hat diesen Schritt begrüßt. Der Rat erklärte, dies sei insgesamt ein großer Schritt für die Reiseverkehrsindustrie, da dies anerkannten Flughäfen die Möglichkeit gebe, in gewohnter Art an alle Passagiere, welche die EU passierten, zu verkaufen.

Der Präsident des ETRC Frank O’Connell fügte hinzu, es sei absolut notwendig, dass Duty Free-Betreiber sich schnell mit der Europäischen Kommission in Brüssel auseinandersetzten.

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