Wirtschaftsführer gemeinsam für wissenschaftliche und mathematische Bildung [DE]

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Die wichtigsten europäischen Wirtschaftsführer haben eine Initiative zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen gestartet, um das Interesse junger Europäer für Mathematik, Wissenschaft und Technologie wiederzuerwecken. Dadurch soll in Zukunft der Mangel an qualifizierten Ingenieuren vermieden werden.

Europa brauche mehr hochqualifizierte, sachkundige und motivierte Menschen, um die technologische Entwicklung voranzutreiben und dadurch zu einer Verbesserung des Wirtschaftswachstums und der Beschäftigung beizutragen, meinte Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der die Initiative des Runden Tischs der europäischen Wirtschaft (ERT) vom 2. Oktober 2008 begrüßte.

Er beschrieb Kenntnisse in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik als die treibende Kraft der zunehmend wissensgestützten Gesellschaften in Europa. Barroso erklärte, dass die europäischen Bildungs- und Weiterbildungssysteme angepasst werden müssten, damit entsprechende Qualifikationen zusammen mit speziellen technischen oder für den Beruf wichtigen Kompetenzen vermittelt werden könnten. Das könne seiner Meinung nach nur durch den fortlaufenden Dialog zwischen der Wirtschaftswelt und den Bildungseinrichtungen geschehen. So könne sichergestellt werden, dass die Lehrpläne an den Bedürfnissen der Arbeitgeber ausgerichtet würden und dass die Ideen von Studenten leichter in Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft umgewandelt werden könnten.

ERT-Vizevorsitzender und Vorstand der Volvo-Gruppe Leif Johansson erklärte, dass die Unternehmen, die am ERT teilnehmen, die europäischen Schulen, Lehrer und Universitäten gerne unterstützen wollten, MST sinnvoll in Alltag und Beruf unterzubringen, Kontakte herzustellen und die Lehrer darüber auf dem Laufenden zu halten, welche Karrieremöglichkeiten es im Bereich MST gebe. Er versprach, dass ein solches Engagement auf einen langfristigen Zeitraum ausgelegt sei.

Der Kommission zufolge ist eine wissenschaftliche Bildung der Schlüssel zu Innovationen. Es wird davon ausgegangen, dass bis 2020 etwa 20 Millionen neue Arbeitsplätze für hochqualifizierte Menschen entstehen werden. Im letzten Jahr empfahl eine Expertengruppe der EU-Kommission, die wissenschaftliche Ausbildung in europäischen Schulen zu überarbeiten, um das volle Potenzial ausschöpfen und künftige Generationen von Studenten im wissenschaftlichen Bereich inspirieren zu können.

Die Gruppe forderte eine Abkehr von den traditionellen, überwiegend deduktiven wissenschaftlichen Lehrmethoden und eine Hinwendung zu Methoden, die auf das Erforschen ausgerichtet sind (‚Learning by Doing’), um bei jungen Menschen wieder mehr Interesse für die Wissenschaft zu wecken. Damit solche Lehrmethoden eingeführt und die Studenten besser motiviert werden können, sollten die Schulen Kontakte zu Unternehmen, Städten und anderen an der informellen Bildung beteiligten Organisationen knüpfen, empfahl die Gruppe.

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