In Folge wiederholter Forderungen nach einer Modernisierung der europäischen Hochschulbildung, die auch von der Lissabon-Strategie unterstützt wird, erwartet die Kommission nun den Beitrag von Stakeholdern zur Frage, wie man die Bildungssysteme modernisieren könnte.
Die Kommission hat am 11. Juli 2007 ein Dokument angenommen und eine öffentliche Befragung zur Frage, wie man die Bildungssysteme in den Mitgliedstaaten modernisieren könnte, gestartet. Die Ergebnisse dieser Befragung werden eine zukünftige Kommissionsmitteilung zum Thema einleiten.
Die Kommissionsbefragung erhofft sich Beiträge von Lehrern, Eltern und Schülern, beispielsweise zur Modernisierung der Lehrpläne, der Förderung des lebenslangen Lernens und der Rolle der Lehrer in einer sich schnell verändernden Unterrichtsumgebung. Die Stakeholder haben bis 15. Oktober 2007 Zeit, ihre Meinungen zu abzugeben.
Der Kommissar für Bildung, Ján Figel’, sagte, es seien weitere Bemühungen notwendig, wenn Schulen den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts genügen wollten. Besonders müsste es ihnen gelingen, Individuen mit den wichtigsten Fähigkeiten auszustatten, die sie benötigen, um in der heutigen zunehmend konkurrierenden und auf Wissen basierten Gesellschaft zu bestehen. Zudem hat die Europäische Kommission mehrfach die Schlüsselrolle von Aus- und Weiterbildung für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Europas betont.
Fragen der Aus- und Weiterbildung fallen in den Zuständigkeitsbereich der Mitgliedstaaten. Daher ist die Rolle der Kommission auf Unterstützung durch verschiedene EU-Programme, nationale Bemühungen für Entwicklungen im Bildungswesen und den Austausch bewährter Praktiken begrenzt.
Diese Befragung zur Modernisierung des Bildungswesens folgt früheren Forderungen der Kommission, dass die Mitgliedstaaten ihre Systeme der Hochschulbildung modernisieren sollten (siehe Euractiv vom 10. Mai 2006).

