Die französische Regierung hat erfolgreich ein Gesetz durchgesetzt, dass die Finanzierung der Universitäten und der Humanressourcen durch die Wirtschaft ermöglicht. Sie folgt damit Empfehlungen der EU aus dem vergangenen Jahr, Wissenschaftlern und Studenten mehr finanzielle Autonomie zu geben und den unternehmerischen Geist zu fördern. In Frankreich kam es zu dieser Reform trotz starker Gegenwehr von Studenten- und Lehrervereinigungen.
Das vorgeschlagene Gesetzt zur Autonomie der französischen Universitäten, das am 24. Mai 2007 vom Minister für Wissenschaft und Bildung, Valérie Pécresse vorgelegt wurde (EURACTIV vom 8. Juni 2007), wurde vom französischen Parlament am 1. August 2007 angenommen. Die Reform, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden soll, sieht vor:
- Universitäten mehr Autonomie einzuräumen, um über ihr Budget und Personal zu entscheiden sowie Stiftungen zur Sammlung von Geldern zu gründen und ihre eigenen Einstellungsverfahren durchzuführen;
- Universitäten mehr Kompetenzen zu verleihen, um ihre Verwaltung für externes Personal zu öffnen, zum Beispiel Vertreter der Wirtschaft in die Führung der Universität einzubinden;
- Stärkung der rechtlichen Kontrolle des Staates

