Die Slowakei hat sich dem Gesuch Österreichs angeschlossen, Heimat des geplanten Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (ETI) zu werden. Die Länder hoffen, dass die Initiative zur Aufteilung der Zentrale auf zwei Städte die Minister überzeugen werden, sie zu nominieren.
Der Vorschlag wurde am 6. Mai 2008 von Europaabgeordneten der beiden Länder vorgelegt, die erklärten, dass sich der Verwaltungsrat und das Prüfungswesen auf slowakischer Seite befinden und exekutive Aufgaben von Österreich durchgeführt würden.
Praktische Probleme, die aufgrund der geographischen Trennung entstehen könnten, wurden vom slowakischen Vizepremierminister Jan Mikolaj zurückgewiesen. Er sagte, dies würde die Dinge sogar vereinfachen, da es die Unabhängigkeit der Finanzkontrolle ermöglichen sowie die eine klare Teilung der Aufgabengebiete sicherstellen würde.
Der Schritt wurde vom österreichischen Europaabgeordneten Hannes Swoboda begrüßt, der glaubt, das Projekt sei „ein weiterer Schritt zur Überwindung der Grenzen, nicht nur im faktischen, sondern auch in Köpfen“.
Neben dieser gemeinsamen Bewerbung gibt es drei weitere Anwärter, die das Institut für sich gewinnen wollen: Budapest, Breslau und Sant Cugat del Valles nahe Barcelona. Es ist vorgesehen, dass der Rat für Wettbewerbsfähigkeit am 29. und 30. Mai 2008 eine Einigung erzielt. Der Verwaltungsrat des ETI soll in diesem Herbst einberufen werden und bis Ende 2009 seine Arbeit aufnehmen.

