eLearning [DE]


‚eLearning‘ ist einer der Kernbereiche des Aktionsplans ‚eEurope 2005‘, dessen Ziele bis Ende 2004 erreicht werden sollen. Die eLearning-Initiative soll Veränderungen in den Bildungs- und Ausbildungssystemen vorantreiben, damit die Voraussetzungen für den von der EU und ihren Mitgliedstaaten angestrebten Aufbau einer wissensbasierten Gesellschaft geschaffen werden können.

Herkömmliches Lernens fand bislang hauptsächlich im Klassenzimmer statt. Neue Technologien könnten dies jedoch grundlegend ändern. Obgleich die Auswirkungen neuer Technologien von ihren Verfechtern auch übertrieben werden, könnte eine Vernachlässigung der Möglichkeiten der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Bereich höherer Bildung schwerwiegende Folgen haben. E-Learning könnte einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des EU-Ziels von Lissabon, bis 2010 der wettbewerbsfähigigste und innovativste wissensbasierte Wirtschaftsraum der Welt zu werden, leisten. Durch eine engere Zusammenarbeit in diesem Bereich könnten Ressourcen gemeinsam genutzt und erhebliche Kosten eingespart werden. 

Im Aktionsplan 'eEurope 2005' heißt es, dass jede/r europäische/r Bürger/in die Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben sollte, die für das Leben und die Arbeit in der Informationsgesellschaft erforderlich sind. Alle Schulen sollen an das Internet angeschlossen, Lehrpläne angepasst und Lehrer ausgebildet werden, damit das Potenzial digitaler Technologien besser ausgeschöpft wird. Um sicherzustellen, dass diese Zielsetzung erfüllt wird, hat die Kommission am 28. März 2001 den 'eLearning-Aktionsplan' verabschiedet. Ein Arbeitspapier der Kommission hat sich in diesem Zusammenhang mit den Ergebnissen der Festlegung eindeutiger Kriterien befasst, die es ermöglichen sollen, einen Vergleich über die Verwendung neuer Technologien in europäischen Schulen anzustellen.

Im November 2003 nahm der Rat einen Vorschlag für ein spezifisches eLearning-Programm an, das darauf abzielen soll, die digitale Unwissenheit zu bekämpfen und den Aufbau virtueller Campusse und virtuelle Partnerschaften zwischen Schulen zu fördern. Das Ziel des eLearning-Programms besteht darin, die Integration der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien in europäische Bildungs- und Ausbildungssysteme zu unterstützen, um diese Technologien zugänglicher zu machen und die Qualität der Ausbildung zu verbessern. Das Programm soll Maßnahmen der Mitgliedstaaten nicht ersetzen, sondern diese unterstützen und ergänzen.

  • Verbreitung des Internets  
  • Verbreitung von IT-Kenntnissen, Schließen der 'digitalen Kluft'
  • erhöhte Bereitschaft, Technologien in Bildung und Ausbildung zu integrieren
  • Urheberrechtsfragen
  • kulturelle Fragen

Viviane Reding, Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien sagte, dass wenn Europa eine führende wirtschaftliche und soziale Kraft auf der Weltbühne sein wolle, dann müsse es, wann immer möglich, als eine Einheit auftreten. eLearning sei eine Möglichkeit für Europa die Macht der Technologie für Veränderungen in der Gesellschaft und Bildung zu nutzen, was sowohl der Wissenschaft als auch den Unternehmen nutzen würde. Sie sagte weiter, dass man sich realistische Ziele setzen und das Fachwissen der weltbesten eLearning-Unternehmen nutzen müsse, um die Ziele zu erreichen. Insbesondere durch öffentlich-private Partnerschaften könnten solche Visionen und die Möglichkeiten des eLearning in Europa verwirklicht und genutzt werden.

Die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) begrüßt den Vorschlag zu eLearning und ist mit der Zielsetzung und den Maßnahmen im Großen und Ganzen einverstanden. EFTA ist der Ansicht, dass sich das eLearning-Programm den größten Problemen in Bildung und Ausbildung zuwendet, aber mehr Akteure in die Entwicklung 'virtueller Campusse' einbeziehen sollte. Außerdem begrüßt die EFTA die Initiative mit Hinblick auf die folgenden Bereiche: Definition digitaler Kenntnisse im Zusammenhang mit lebenslangem Lernen, Maßnahmen gegen das digitale Gefälle, die Verbreitung 'bester Praxis' und die Bemühungen, eine Vielzahl von Schulen in die Partnerschaftsprogramme einzubeziehen.

  • Das eLearning-Programm, das die Verbreitung von IT-Kenntnissen, den Aufbau vitueller Campusse und virtueller Schulpartnerschaften fördern soll, ist im Jahr 2004 angelaufen.

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