VW und Ford wollen zusammenarbeiten

Die Chefs der Autofirmen Volkswagen und Ford, Dr. Herbert Diess (r.) und Jim Hackett bei einem Treffen während der Detroit Motor Show am vergangenen Montag. [EPA-EFE/VOLKSWAGEN AG]

Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen hat eine Partnerschaft mit seinem US-Rivalen Ford geschlossen, die sich auf die Entwicklung von Elektro- und autonomen Fahrzeugen konzentrieren wird. Dies bestätigten die CEOs der beiden Unternehmen am Dienstag.

In einer breit angelegten Zusammenarbeit werden die beiden Automobilhersteller ab 2022 bei Kleintransportern und mittelgroßen Pickups für den globalen Markt zusammenarbeiten. Damit wollen sie den schnell wachsenden Elektrofahrzeugmarkt besser erschließen.

Herbert Diess von VW und Jim Hackett von Ford bestätigten, dass eine Absichtserklärung zur Erörterung einer zukünftigen „Zusammenarbeit bei autonomen Fahrzeugen, Mobilitätsdienstleistungen und Elektrofahrzeugen“ unterzeichnet wurde.

„Wir arbeiten gerne mit den Jungs von Ford zusammen,“ sagte Diess und erklärte weiter, der deutsche Autobauer werde Zugang zur Pickup-Plattform des amerikanischen Konkurrenten erhalten.

Beide CEOs betonten jedoch, die Allianz bedeute keine gegenseitige Beteiligung am jeweils anderen Unternehmen. Stattdessen soll die Kooperation es den beiden Autogiganten ermöglichen, „besser zu konkurrieren, zu innovieren und die Kundenwünsche zu bedienen“.

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Seine Bemühungen im Bereich der Elektromobilität werden allgemein als Versuch gesehen, das Firmen-Image zu verbessern. Zeitgleich wird den Wolfsburgern aber – ebenso wie anderen europäischen Automobilherstellern – vorgeworfen, das Geschäft aus Europa heraus zu verlagern.

Tatsächlich hatte VW im April vergangenen Jahres angekündigt, bis 2022 in China 15 Milliarden Euro in Elektroautos und autonome Fahrzeuge zu investieren. Gleichzeitig widersetzen sich die größten europäischen Hersteller jedoch den Bemühungen der EU, den Elektroautosektor zu regulieren, und verweisen dabei gerne auf die angeblich mangelnde Nachfrage auf den EU-Märkten.

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Ungeliebte EU-Regeln

Ende Dezember gelang es den EU-Verhandlungsführern schließlich, eine Einigung über CO2-Grenzwerte für Personenkraftwagen zu erzielen. Ebenso konnte man sich auch auf Verkaufsziele für Elektrofahrzeuge einigen. Bis 2025 müssen 15 Prozent des Umsatzes der Autofirmen aus Null-Emissions-Autos oder emissionsarmen Fahrzeugen bestehen. Dieses Ziel wird bis 2030 auf 35 Prozent angehoben.

Die EU-Parlamentarier wollten ursprünglich auch ein Sanktionssystem für Automobilhersteller, die diese Ziele verfehlen, einführen. Diese Idee wurde in der endgültigen Vereinbarung jedoch nicht übernommen.

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Diese Woche hat das Plenum des Parlaments in Straßburg mit einer deutlichen Mehrheit von 585 zu 85 Stimmen eine weitere Entschließung zu autonomen Fahrzeugen angenommen. Darin fordern die Abgeordneten die EU auf, schneller zu handeln, um mit den Entwicklungen in diesem Bereich Schritt zu halten. Außerdem sollen mehr Mittel für Forschungs- und Sicherheitsmaßnahmen bereitgestellt werden.

Der Verfasser der Resolution, Wim Van de Camp von der konservativen EVP, machte deutlich: „Europa muss schneller innovativer werden. China und die USA warten nicht.“

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