Vertrauen in slowakische Medien fällt auf Rekordtief

Der Umfrage zufolge vertrauen nur 28 Prozent der Slowak:innen den Medien, was einem Rückgang von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. [Shutterstock/Photo Kozyr]

Das Vertrauen in die slowakischen Medien ist auf ein Rekordtief gesunken. Im Vergleich zum letzten Jahr verließen sich immer weniger Menschen auf die Medien, so eine neue Umfrage des Reuters Institute of Journalism, die in 46 Ländern durchgeführt wurde.

Der Umfrage zufolge vertrauen nur 28 Prozent der Slowak:innen den Medien, was einem Rückgang von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Das Land mit der höchsten Wertschätzung für die Medien ist seit langem Finnland, wo 69 Prozent der Bevölkerung die Berichterstattung als glaubwürdig erachten. Auch andere skandinavische Länder sowie Portugal und die Niederlande schnitten gut ab. Die Slowakei teilt sich dagegen zusammen mit den USA den letzten Platz.

Südafrika, Nigeria und Kenia schnitten ebenfalls sehr gut ab, obwohl die dort befragten Personen meist jünger und englischsprachig waren, sodass die Ergebnisse nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind, so die Forscher:innen, die die Umfrage durchgeführt haben.

Neben der Slowakei und den USA wurde in Ungarn, Griechenland und Taiwan wenig Vertrauen in die Medien festgestellt. Hier glauben lediglich 27 Prozent der Bevölkerung den Journalist:innen.

Die Umfrage untersuchte auch, welchen Medien das größte Vertrauen entgegengebracht wird und welche sozialen Netzwerke am häufigsten genutzt werden. In der Slowakei stand Facebook mit 74 Prozent an erster Stelle, gefolgt von YouTube (67 Prozent) und Messengerdiensten (53 Prozent).

Die Studie kam auch zu dem Schluss, dass in vielen Ländern ein zunehmender Anteil der Menschen keine Nachrichten liest, weil sie sich die Meldungen negativ auf ihr Wohlbefinden auswirken würden.

Die Befragten beklagen, dass es zu viele Nachrichten über Pandemien und Politik gebe. Andere sagen, dass Nachrichten zu Streitigkeiten mit ihrer Familie oder ihren Freund:innen führen, die sie lieber vermeiden möchten.

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