Studie: Mobilität von Wissenschaftler noch immer gering [DE]

Kürzlich veröffentlichte EU-weite Statistiken zeigen, dass der Anteil nicht-nationaler Angestellten in den Bereichen Wissenschaft und Technologie durchschnittlich niedrig ist. Das Gefälle zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten, bezüglich der Fähigkeit, ausländische Forscher anzuziehen, ist dabei groß.

Ein Bericht von Eurostat über die Mobilität von Arbeitskräften in den Bereichen Wissenschaft und Technologie hat ergeben, dass durchschnittlich 5,7% der in diesen Bereichen Tätigen innerhalb der EU-27 Staatsangehörige eines anderen Landes seien, wovon die Hälfte Unionsbürger seien. Die Statistiken, die im Juni 2007 veröffentlicht wurden, zeigen, dass es große Unterschiede gibt in Hinblick auf den Anteil dieser hoch qualifizierten Kräfte in verschiedenen EU-Staaten.

Die Anteile der Arbeitskräfte in den Bereichen Wissenschaft und Technologie schwanken zwischen 46% in Luxemburg und 0,3% in Slowenien. Der Anteil der ausländischen Kräfte liegt im Vereinigten Königreich bei 7,2%, in Deutschland bei 6,4% und in Frankreich bei 4,1%. In den neuen Mitgliedstaaten, mit Ausnahme von Estland (15,2%) und Zypern (14,2%), ist der Prozentsatz ausländischer Wissenschaftler gering: er beläuft sich auf etwa 1% oder weniger.

2005 hat die Kommission eine Empfehlung über die Europäische Charta für Forscher und einen Verhaltenskodex für deren Einstellung angenommen, um den Forschern langfristige Berufsaussichten zu ermöglichen, indem bessere Bedingungen für deren Mobilität geschaffen werden sollen; dies dient gleichzeitig der Unterstützung der EU-Wettbewerbsfähigkeit (
EURACTIV vom 8. September 2005
). Die Charta verleiht den einzelnen Forschern die gleichen Rechte und Pflichten, wo auch immer in der EU sie arbeiten.

Für Arbeitskräfte in den Bereichen Wissenschaft und Technologie aus Nicht-EU-Staaten, die insgesamt etwa 3% aller Tätigen in diesen Bereichen in Europa darstellen, wurden Maßnahmen eingeführt, die spezifische Verfahren beinhalten, um ihren Eintritt in die EU und die dortige Arbeit zu erleichtern (
EURACTIV vom 14. Oktober 2005
). 

Diese Statistiken und Umfragen weisen darauf hin, dass die Initiativen der Kommission, die, bessere Bedingungen für die Mobilität der Forscher schaffen sollen, bisher keine klaren Ergebnisse zeigen. Der Aufbau des europäischen Forschungsraums und des Binnenmarktes für Forscher ist noch immer ein fortdauernderProzess. Eine Befragung über den zukünftigen europäischen Forschungsraum wurde im April 2007 gestartet (
EURACTIV vom 11. Mai 2007
). 

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