Russische Trolle greifen finnische Medien an

Die Trollfarm "Cyber Front Z" hat auf ihren Telegrammseiten die Namen von vier finnischen Medienhäusern veröffentlicht. [Shutterstock/BigTunaOnline]

Eine russische Troll-Farm, die indirekt vom Kreml unterstützt wird, hat im Rahmen einer Hetzkampagne finnische Medien sowie deren Journalist:innen ins Visier genommen.

Die Trollfarm „Cyber Front Z“ hat auf ihren Telegrammseiten die Namen von vier finnischen Medienhäusern veröffentlicht. Genannt wurden der finnische Rundfunk (YLE), der zuerst über die Kampagne berichtete, sowie die Zeitungen Keskisuomalainen, Etelä-Saimaa und der Informationsdienst Selkokeskus.

Veröffentlicht wurden auch die Social Media Accounts von Merja Ylä-Anttila, der Geschäftsführerin von YLE, und Arto Satonen, einem Abgeordneten der Partei der Nationalen Koalition und Vorsitzenden des Aufsichtsrats von YLE.

In einer Telegrammbotschaft wurden die Menschen aufgefordert, ihnen sogenannte Mediengeschosse zu schicken, die von der Trollfabrik bereitgestellt wurden. Dazu gehören Lieder, Videos und Memes, in denen Russland verherrlicht wird.

Die Verleumdungskampagne hat zumindest indirekt Rückendeckung aus dem Kreml erhalten.

Die Sprecherin des Außenministeriums, Marija Zaharova, hat fälschlicherweise behauptet, dass westliche Medien „die Wahrheit über die von der Kiewer Regierung begangenen Verbrechen“ verschwiegen und dass Interviews mit russischen Vertreter:innen verweigert worden seien.

Wie YLE berichtet, hat die Rekrutierung durchschnittlicher russischer Internetnutzer:innen nach dem Angriffskrieg gegen die Ukraine zugenommen.

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