Regierungen vor „Trödelei“ bei KMU-Gesetzgebung gewarnt [DE]

verheugen7_pic_com.jpg

Die EU-Mitgliedstaaten dürften die Umsetzung der Brüsseler Schritte im Bürokratieabbau, laut dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Günther Verheugen, verantwortlich für Unternehmen und Industrie nicht verzögern.

Bei einer Rede auf der Eröffnung der ersten Europäischen KMU-Woche  in Brüssel, die Unternehmer zum Austausch ihrer Erfahrungen beim Führen ihrer eigenen Firmen versammelte, erkannte Verheugen an, dass es schwierig für die EU-Kommission sein könnte, in den Mitgliedstaaten einen Sinneswandel zu erzeugen.

„Es ist etwas, das in Brüssel schwer zu ändern ist. Ich kann Ihnen versprechen, dass die Länder, die ein wenig langsam sind und trödeln, eine sehr klare Botschaft bekommen werden, mehr zu leisten“, erklärte er gegenüber EURACTIV. 

Der Kommissar Verheugen sagte, dass es auf europäischer Ebene eine Anerkennung gebe, dass KMU der „entscheidende Wirtschaftssektor für nachhaltiges Wachstum in der Zukunft seien“ und fügte hinzu, er erwarte von der folgenden schwedischen EU-Präsidentschaft, der KMU-Politik hohe Priorität einzuräumen. 

Er sagte, es habe beträchtliche Verbesserungen im Abbau der verwaltungsbezogenen Hürden gegeben und erklärte, dass sich die Zeit die man benötige, um in Deutschland ein Unternehmen zu gründen, erheblich verringert habe. 

 „In Deutschland war die Situation sicherlich eine der schlimmsten, aber es wurde viel getan. Man hat in ganz Deutschland die Zeit reduziert die benötigt wurde, um ein Unternehmen zu gründen“, sagte er und fügte hinzu, dass das Bundesland Hessen aufzeigte, dass es möglich sei innerhalb einer Woche ein Unternehmen aufzubauen. 

Der Mittelstand hatte sich beschwert, dass die Regeln die von den EU-Ländern eingeführt wurden, die Anstrengungen der Europäischen Kommission, Unternehmensgründung und -führung zu erleichtern, untergraben würden. 

Georg Toifl, Präsident der UEAPME sagte, dass die bürokratische Umgebung in Europa nicht immer unternehmerfreundlich sei. 

Eines der größten Probleme sei die Bürokratie. Dies sei nicht so sehr ein Problem auf EU-Ebene, sondern eher auf nationaler. Einige der Regeln die auf nationaler Ebene gemacht würden machten Unternehmern das Leben viel schwerer. Er denke, dass diese Regeln oft unnötig seien und wenn er einen Wusch frei hätte wäre es die Bürokratie abzubauen. 

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Abonnieren