Eine Studie über wissenschaftliche Publikationen in Europa empfiehlt, dass der Zugang zu öffentlich geförderten Forschungstätigkeiten verbessert wird.
Die Kommission hat am 31. März 2006 eine Studie veröffentlicht, in der wirtschaftliche und technische Entwicklungen an den Publikationsmärkten seit 1975 untersucht werden. Während die Preise für wissenschaftliche Publikationen stark angestiegen sind, sei die Zahl der Wissenschaftler und Bibliotheken, die wissenschaftliche Publikationen abonnieren, zurückgegangen. In diesem Zusammenhang schlägt die Studie Maßnahmen auf europäischer Ebene vor, um den Zugang zu sowie die Verbreitung, Archivierung und den Austausch von Forschungsergebnissen und wissenschaftlichen Publikationen zu verbessern.
Da die meisten Forschungsaktivitäten in Europa öffentlich gefördert werden, empfiehlt die Studie, dass die Öffentlichkeit Zugang zu diesen Forschungsprojekten erhält. EU-Forschungskommissar Janez Potocnik sagte, es sei in allgemeinem Interesse, ein Modell für wissenschaftliche Veröffentlichungen zu entwickeln, das der Forschung diene. Die Kommission sei bereit, mit Lesern, Verfassern, Herausgebern und öffentlichen Stellen zusammenzuarbeiten, um ein solches Modell zu entwerfen.
Interessenvertreter können bis zum 1. Juni 2006 zu der Studie Stellung beziehen und der Kommission ihre Beiträge zukommen lassen. Im Herbst 2006 wird dann eine Konferenz zu diesem Thema stattfinden, auf der die Ergebnisse der Konsultation besprochen werden.

