Die EU möchte die Innovation in dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) anstoßen. Nun hat der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des EU-Parlaments dafür gestimmt, den Zugang zu Supercomputern mit KI für kleine Unternehmen und Start-ups zu verbessern.
Europa ist bestrebt, die Innovation im Bereich der KI auf dem eigenen Kontinent voranzutreiben. Dafür sind jedoch große Mengen an Rechenleistung erforderlich. Das Angebot an Rechenzentren mit Supercomputern, die auf das Training von KI-Modellen ausgerichtet sind – von den politischen Entscheidungsträgern der EU als KI-Fabriken bezeichnet – ist nicht nur im Verhältnis zum erwarteten Nachfragewachstum unzureichend. Es konzentriert sich auch noch auf wenige Unternehmen.
Um diese Probleme auf dem Markt zu lösen und zugängliche KI-Fabriken zu schaffen, haben sich die politischen Entscheidungsträger an das bestehende Gemeinsame Unternehmen „Europäisches Hochleistungsrechnen“ (EuroHPC JU) gewandt. Dessen Ziel ist es, acht vernetzte Supercomputer in den Mitgliedstaaten zu errichten.
Am Mittwoch (20. März) verabschiedete der Forschungsausschuss des Europäischen Parlaments Änderungsentwürfe zum EuroHPC JU, die insbesondere auf KI-Anwendungen abzielen. Über diese Änderungen wird am 24. April auf der Plenarsitzung in Straßburg abgestimmt, womit noch Änderungen möglich sind.
Die abgestimmten Anpassungen zielen auch darauf ab, den ökologischen Fußabdruck von KI-Rechenzentren durch Folgenabschätzungen zu verbessern. Dabei soll der gesamte Lebenszyklus der Supercomputer berücksichtigt und ihre Energieeffizienz verbessert werden.
Das KI-Gesetz, das die sichere Entwicklung von Technologien gewährleisten und Innovationen fördern soll, wurde letzte Woche verabschiedet. Infrastrukturen wie KI-Fabriken sind für die Innovationsziele des Gesetzes von entscheidender Bedeutung.
„Wir haben die Infrastruktur geschaffen. Wir müssen auch in die Ausbildung investieren“, sagte Maria da Graça Carvalho, portugiesisches Abgeordnete der Europäischen Volkspartei (EVP) und Berichterstatterin für die Änderungen, im Ausschuss.
[Bearbeitet von Rajnish Singh/Kjeld Neubert]


