Irlands Präsident kritisiert Twitter-Kauf: „Gefährlicher Narzissmus“

Auf einer Veranstaltung zum Thema Klima und Gesellschaft am Donnerstag in Dublin fragte Higgins, ohne den Namen Elon Musk direkt zu nennen: "Ist es ein großer Erfolg, dass ein Multimilliardär jetzt darüber entscheidet, was für die Allgemeinheit angemessen ist, um sich im Diskurs auszutauschen?" [Shutterstock/Damien Storan]

Der irische Präsident Michael D. Higgins hat die Beteiligung von Milliardären an der Entscheidungsfindung im öffentlichen Diskurs kritisiert und als „gefährlichen Narzissmus“ bezeichnet.

Auf einer Veranstaltung zum Thema Klima und Gesellschaft am Donnerstag in Dublin fragte Higgins, ohne den Namen Elon Musk direkt zu nennen: „Ist es ein großer Erfolg, dass ein Multimilliardär jetzt darüber entscheidet, was für die Allgemeinheit angemessen ist, um sich im Diskurs auszutauschen?“

„Ich denke, man kann es kaum als etwas anderes bezeichnen als eine Manifestation eines unglaublich gefährlichen Narzissmus.“

Seine Kommentare folgen auf die Nachricht von letzter Woche, dass Musk, der reichste Mensch der Welt, die einflussreiche Social-Media-Plattform für 44 Milliarden Dollar kaufen würde.

Musk bezeichnete sich selbst als „Absolutist der freien Meinungsäußerung“ und kritisierte Twitters Vorgehensweise bei der Moderation von Inhalten. Er sprach sich für Änderungen wie die Wiederzulassung gesperrter Nutzer:innen, die Veröffentlichung des Algorithmus der Plattform und die Bekämpfung von „Spambots“ aus.

Die Ankündigung der Übernahme wurde von einigen Beobachter:innen mit Besorgnis aufgenommen, die befürchten, dass ein laisser-faire-Ansatz bei der Moderation von Inhalten auf Twitter zu einem Anstieg von Hassbotschaften im Internet führen könnte.

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