Innovative Produktivität im Arzneimittelsektor geht zurück

Eine bessere Rechtssetzung und die Möglichkeit eines
zügigeren Marktzugangs würde dem Rückgang der Produktivität im
Arzneimittelsektor entgegenwirken. Hierauf weist ein jüngster
EU-Bericht hin.

Seit 1999 ist die Zahl der Zulassungsanträge für neue
Arzneimittel nach einem Bericht der Europäischen Kommission von 27
% auf 17 % zurückgegangen. Der Bericht identifiziert drei
Hauptgründe für den Innovationsrückgang: die höheren Kosten für die
Entwicklung neuer und innovativer Arzneimittel, die Tatsache, dass
Innovation nur niedrige Gewinne einfährt, und die
Umstrukturierung von Arzneimittelunternehmen (Fusionen und
Aufkäufe). 

Um die Innovation in diesem Sektor zu fördern, empfiehlt der
Bericht, dass Kommission, Mitgliedstaaten und Industrie in
verschiedenen Bereichen enger zusammenarbeiten. Unter anderem soll
die Kommunikation zwischen den Regulierungsbehörden und der
Industrie während der Schlüsselphasen der Produktentwicklung, bei
der Koordinierung von Steueranreizen für Forschung und Entwicklung
und bei der Zusammenarbeit im Forschungsbereich öffentlicher und
privater Instanzen verbessert werden. 

Die kommenden Ratspräsidentschaften von Luxemburg und
Großbritannien signalisieren in einem gemeinsamen Programmentwurf,
dass „die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der
pharmazeutischen Industrie“ eine der Prioritäten für den Bereich
Innovation und Unternehmenspolitik darstellen werde.

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