Hightech-Strategie: „Deutschland muss jetzt auch Innovations-Weltmeister werden“

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU). Foto: dpa

Die Bundesregierung will ihre Forschungsförderung verstärkt in den Dienst der Wirtschaft stellen. „Angesichts des großen internationalen Konkurrenzdrucks müssen wir aufpassen, dass wir unsere wissenschaftliche und wirtschaftliche Spitzenstellung halten“, sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

„Wir wollen, dass aus den Ideen hier Arbeitsplatze entstehen“, sagte Johanna Wanka am Mittwoch in Berlin. Zuvor hatte das Kabinett eine neue Hightech-Strategie (HTS) verabschiedet hatte.

Die für dieses Jahr vorgesehen Fördermittel aller Ressorts von elf Milliarden Euro sollten zielgerichteter eingesetzt werden. „Angesichts des großen internationalen Konkurrenzdrucks müssen wir aufpassen, dass wir unsere wissenschaftliche und wirtschaftliche Spitzenstellung halten“, sagte die Ministerin.

„Deutschland muss jetzt auch Innovations-Weltmeister werden“, forderte Wanka. „Deshalb will die neue HTS aus kreativen Ideen konkrete Innovationen machen. So schafft sie Zukunftschancen und die Arbeitsplätze von morgen.“

Die Neujustierung der Hightech-Strategie richtet sich an den sechs Bereichen aus, in denen besonders viel Wachstum erwartet wird. Dazu zählt die Bundesregierung die Verarbeitung großer Datenmengen, die Sicherheit der digitalen Kommunikation, Speicherung und Transport von Energie, den Verkehr und die Medizin.

Ein vergleichsweise neues Förderziel ist die Erforschung der Veränderung der Arbeitswelt durch die Digitalisierung. Ziel ist die Verbesserung von beruflichen Rahmenbedingungen sowie Aus- und Weiterbildung.

Die Regierung will Wissenschaft und Wirtschaft auch besser vernetzen. Angestrebt sind Kooperationen von Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Ein Gremium mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft soll die Umsetzung der Pläne begleiten. Als Vorsitzende sind der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Reimund Neugebauer, und der Chef des Pharmaherstellers Boehringer Ingelheim, Andreas Barner, vorgesehen.

Nach Angaben des Forschungsministeriums hat Deutschland einen Anteil von 12,5 Prozent am Welthandel mit Hightech-Produkten. Der deutsche Export besteht demnach rund zur Hälfte aus diesen Gütern.

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