Die finnische Ratspräsidentschaft fordert die zuständigen Minister der EU-25 auf, sich mit der Möglichkeit eines Richtungswechsels in der Innovationspolitik zu befassen. Finnland setzt sich dabei für eine nachfrageorientierte Innovationspolitik ein.
Die finnische Ratspräsidentschaft will sich laut des finnischen Handelsministers Mauri Pekkarinen dafür einsetzen, die europäische Wirtschaft und das Unternehmertum wieder auf Kurs zu bringen. Dies soll vor allem über einen neuen Ansatz zur Innovationspolitik geschehen.
Zu diesem Zweck hat die finnische Ratspräsidentschaft ein Hintergrundpapier für den Rat ‚Wettbewerbsfähigkeit’ ausgearbeitet, der am 10. und 11. Juli 2006 tagt. Bei dem informellen Treffen wird die Innovationspolitik im Mittelpunkt stehen. So soll eine breite Diskussion über die Richtung und Substanz der europäischen Innovationspolitik angestoßen werden.
Die Minister werden sich unter anderem mit der Rolle der Marktkräfte bei der Inverkehrbringung innovativer Produkte und Wege der Einbeziehung von Kunden und Verbrauchern als Bestandteile der Innovationspolitik befassen. Die Frage, die hierbei im Vordergrund steht, ist, wie die aktuelle Innovationspolitik der EU stärker auf die Nachfrageseite ausgerichtet werden kann.
Der Bericht Creating an innovative Europe hob die wichtige Rolle des öffentlichen Beschaffungswesens, das als Motor dienen könne, hervor. Denn es gelte vor allem, so auch die europäischen Wirtschaftsvertreter, die im März 2006 auf dem European Business Summit zusammenkamen, die Nachfrage zu stärken und Märkte für technologieintensive Produkte und Dienstleistungen zu schaffen.
Am 10. und 11. Juli wird die finnische Ratspräsidentschaft die Minister dazu auffordern, „die Ärmel hochzukrempeln“ und an verschiedenen Innovations-Workshops teilzunehmen:
- Wettbewerb und ein innovationsfreundliches Regulierungsumfeld
- Öffentliche Dienste als Treibkräfte von Innovation
- Anpassungsfähigkeit von Forschungssystemen
- Die Rolle von Unternehmen bei der Inverkehrbringung innovativer Produkte
