Finnland weiterhin wettbewerbsfähigste Wirtschaft der Welt

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Die nordischen Länder zeichnen sich auch
weiterhin durch exzellentes makroökonomisches Management
und hervorragende Leistungen im Bereich technologischer
Innovationen aus. Dies geht aus dem Jahresbericht des World
Economic Forum zur Wettbewerbsfähigkeit
hervor.

Die ersten fünf Plätze der Weltrangliste zur
Wettbewerbsfähigkeit, die jedes Jahr vom World
Economoc Forum (WEF) erstellt wird, sind im Vergleich zum
Vorjahr unverändert geblieben. Dem Bericht
zufolge sind Finnland, die USA, Schweden, Taiwan und
Dänemark die wettbewerbsfähigsten Wirtschaften
der Welt (siehe auch 
EURACTIV 31 October 2003

).  

Die nordischen Länder zeichneten sich durch
exzellentes makroökonomisches Management – sie
können alle Haushaltsüberschüsse
verzeichnen – und ein niedriges Korruptionsniveau
aus. Die Unternehmen in diesen Ländern profitierten
von Bedingungen, die durch Rechstaatlichkeit und der
Einhaltung von Verträgen gekennzeichnet seien und
der private Sektor nehme eine Vorreiterrolle im Bereich
der technologischen Innovationen ein, so Augusto
Lopez-Claros, der oberste Wirtschaftsexperte und Direktor
des globalen Wettbewerbsprogramms der WEF. 

Die USA belegt, dank des hohen technologischen
Innovations-Niveaus, auch weiterhin den zweiten
Platz. 

Im Hinblick auf die Bewertung der EU-Länder, hat
es bezüglich der Platzierungen Italiens und
Großbritanniens die größten
Veränderungen gegeben. Während es
Großbritannien gelungen ist, in diesem Jahr den
11.Platz zu belegen (2003 war es noch der 15.Platz), ist
Italien weiter abgefallen. Das Land schafft es nur
auf einen wenig schmeichelhaften 47.Platz (im Jahr 2001
belegte es den 26.Platz), womit es von allen
EU-Ländern am schlechtesten abschneidet und sogar
noch hinter einigen neuen Mitgliedstaaten
liegt. Frankreich ist von dem 26. auf den 27.Platz
abgerutscht. 

Deutschland ist es trotz makroökonomischer
Schwierigkeiten und eines hohen Haushaltsdefizits
gelungen, den 13.Platz zu behaupten. 

Estland (20.) hat von allen neuen Mitgliedstaaten am
besten abgeschnitten, gefolgt von Malta (32.) und Litauen
(36.). Polen belegt den 60.Platz, und Bulgarien (59.),
Rumänien (62.) und die Türkei (66.) müssen
noch einiges tun, um ihren Rückstand
gutzumachen. 

Die Rangliste wird auf Grundlage einer Umfrage unter
8.700 Unternehmensführern in weltweit 104
Ländern erstellt. Der Bericht berücksichtigt
viele verschiedenen Faktoren, die die Wirtschaft eines
Landes prägen. Hierzu gehören
die makroökonomischen Bedingungen,
öffentliche Einrichtungen und technologische
Innovation.  

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