Ein stärkere Einbeziehung der Sozialpartner sowie gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung seien für einen erfolgreichen Umgang mit der Globalisierung entscheidend. Diese Ansicht erläuterte Leif Fagernäs in einem exklusiven EURACTIV-Interview.
Auch wenn die Flexibilität des Arbeitsmarktes zu einem großen Teil mit verantwortlich für den Erfolg der finnischen Wirtschaft sei, zweifelt Leif Fagernäs, Generaldirektor der Verband der finnischen Industrie EK, daran, dass das ‚Flexicurity’-Modell auf andere Länder übertragbar ist.
„Flexibilität ist ein absolutes Muss bei den Bemühungen, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, allerdings muss der sozialen Sicherheit genügend Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die kulturellen Unterschiede in Europa sind groß und in vielen Ländern scheinen die Debatte und die Beziehungen zwischen den Interessenvertretern hierfür noch nicht reif zu sein“, sagte Fagernäs in dem EURACTIV-Interview.
Bezüglich der Bedeutung von Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) sagte er: „Um in der Welt erfolgreich zu sein, bedarf es einer wissenschaftsbasierten Wettbewerbsfähigkeit. Dies hat sich für uns im Telekommunikationsbereich bewahrheitet, in welchem wir weltweiter Marktführer sind.“
Er fügte hinzu, dass Investitionen in F&E allein allerdings nicht ausreichen würden. „Unternehmen müssen in ihrem Geschäftsfeld Schwerpunkte setzen und sich auf die Wünsche der Verbraucher, den Wettbewerb und eine starke Marktposition, Markenbildung, Effizienz und Produktivität sowie eine erstklassige F&E konzentrieren.“
Das vollständige Interview mit Leif Fagernäs ist auf Englisch verfügbar.

