EU und Datenindustrie pumpen 2,5 Milliarden Euro in Big Data

Foto: infocux Technologies (CC BY-NC 2.0)

Die EU-Kommission und die Datenindustrie bündeln ihre Kräfte für neue Arbeitsplätze und einen stärkeren Klimaschutz.

Die Europäische Kommission und die Europäische Datenverarbeitungsindustrie haben vereinbart, im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) 2,5 Mrd. EUR zu investieren, um den Datensektor zu stärken und Europa eine Spitzenstellung im globalen Datenwettbewerb zu verschaffen.

EU-Kommissarin Neelie Kroes und Jan Sundelin, Präsident von Big Data Value Association, unterzeichneten am gestrigen Montag eine entsprechende Vereinbarung. Sundelin vertritt Unternehmen wie ATOS, Nokia Solutions and Networks, Orange, SAP, SIEMENS sowie Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer-Institut für künstliche Intelligenz. 

Für die neue Partnerschaft wird die EU in den kommenden fünf Jahren (2016-2020) im Rahmen von Horizont 2020 Investitionsmittel von mehr als 500 Millionen Euro bereitstellen, und es wird davon ausgegangen, dass die Partner aus der Privatwirtschaft mindestens das Vierfache dieses Betrags – also etwa zwei Milliarden Euro, einbringen.

„Daten sind Antrieb und Grundlage für die Wirtschaft der Zukunft. Organisationen jeder Art, vom Bauernhof bis zur Fabrik, vom Labor bis zur Werkstatt, benötigen Daten als Bausteine, um leistungsfähiger zu werden“, so Kroes. 

Von der erfolgreichen Durchführung des Vorhabens verspricht sich die EU-Kommission bis zu 30 Prozent des weltweiten Datenmarkts für europäischen Anbieter, 100.000 neue Arbeitsplätze im Bereich Datenverarbeitung bis 2020 und um 10 Prozent weniger Energieverbrauch, leistungsfähigeres Gesundheitswesen und produktivere Industriemaschinen.

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