Die Europäische Kommission hat eine neue Partnerschaft mit der Automobilindustrie angekündigt. Diese zielt darauf ab, die jüngsten Entwicklungen des Sektors besser voraussehen zu können und mit ihnen besser zurechtzukommen. Hierzu zählen der verstärkte internationale Wettbewerb und der zunehmende regulatorische Druck, die ökologischen Auswirkungen und Sicherheitsrisiken zu mindern, die mit der Nutzung von Fahrzeugen in Zusammenhang stehen.
Der Kommissar für Beschäftigung, Vladimír Špidla, kündigte am 5. November 2007 eine neue Partnerschaft mit dem Verband Europäischer Automobilhersteller (ACEA), dem Europäischen Dachverband der Automobil-Zulieferindustrie (CLEPA) und dem Europäischem Metallgewerkschaftsbund (EMB) an. Die Partnerschaft soll die Veränderungen der Beschäftigung und der notwendigen Fähigkeiten innerhalb und für den Sektor beobachten und vorbildliche Verfahren entwickeln, wie in einer sozialverantwortungsbewussten Weise umstrukturiert werden könne.
Die Partnerschaft will weiterhin eine bessere Nutzung vorhandener Unterstützungsinstrumente auf EU-Ebene sicherstellen. Zu diesen zählen der Europäische Sozialfonds, der dafür eingesetzt werden kann, Investitionen in die Aus- und Weiterbildung von Arbeitern zu unterstützen, sowie der Europäische Fonds für regionale Entwicklung, der die wirtschaftliche und soziale Umstellung auf regionaler Ebene ermutigen soll, und der Fonds zur Anpassung an die Globalisierung, der beschäftigungslose Arbeitnehmer dabei unterstützen soll, schnell wieder auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren.
Die Initiative entsteht zu einer Zeit, in der eine Reihe von Schließungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen mehrere EU-Mitgliedstaaten betroffen haben. Durch diese haben tausende von Arbeitern ihren Arbeitsplatz verloren, wie beispielsweise vor einem Jahr in Belgien, als der deutsche Automobilhersteller Volkswagen – infolge des Globalisierungsdrucks – die Entlassung von 4 000 Arbeitern im VW-Werk in Vorst (Brüssel) ankündigte (EURACTIV vom 22. November 2006).

