Die Automobilbranche steuert 30% der Gesamtinvestitionen der Industrie in Forschung und Entwicklung bei. Der Großteil der Forschung zielt darauf ab, den Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig Rücksicht zu nehmen auf die Ölabhängigkeit und die größeren Mobilität.
Die Herausforderung für die Forschung ist, ein Gleichgewicht zu finden zwischen umweltfreundlicheren, emissionsreduzierten und energieeffizienten Fahrzeugen auf der einen Seite und der Nachfrage der Verbraucher und der Gesellschaft nach Mobilität und Fahrzeugleistung herzustellen.
Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen
Die Verkehrsbranche verursacht 30% des totalen Energieverbrauchs in der EU (98% von fossilen Kraftstoffen) – Tendenz steigend. Das wichtigste Ziel für Forschung und Innovation in diesem Bereich ist dementsprechend, die Abhängigkeit der Verkehrsbranche vom Erdöl zu senken.
Die wichtigsten technologischen Verfahren, um den Verbrauch von fossilen Kraftstoffen zu reduzieren und dadurch die CO2-Emissionen zu senken, sind: Senkung der Nachfrage (u. a. durch kleinere Motoren), wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen, elektrische Fahrzeuge mit hochentwickelten Batterien für Energieeinsparung, verbesserte elektro- und wasserstoffbetriebene Fahrzeugen mit Benzin, Diesel und Biodiesel; hochentwickelte und hocheffiziente eingebaute Verbrennungsmotoren (ICEs); Nutzung von Biodiesel und Bioethanol als Brennstoffe und die Verwendung von Biomasse zusammen mit fossilen Brennstoffen.
The research challenge in making cars more environmentally friendly is to reduce greenhouse-gas emissions and to improve energy efficiency, while, at the same time, meeting individual and societal demands for mobility and vehicle performance.
Verringerung der Emissionen kontra bessere Mobilität
Das European Road Traffic Research Advisory Council (ERTRAC), eine Technologieplattform, die 2003 geschaffen wurde, vereint Akteure aus der Verkehrsbranche (Hersteller, Zulieferer, Infrastrukturbetreiber), lokale und nationale Regierungen, Forschungskreise, NGOs und die Kommission in dem Versuch, eine strategische Vision für die Forschung und Entwicklung in der Verkehrsindustrie bis 2020 zu entwickeln.
Eine der vier Säulen der strategischen Forschungsagenda der Plattform, die im Januar 2005 vorgelegt wurde heißt „Umwelt, Energie und Ressourcen“. Zu den Aufgaben innerhalb diesem Bereich gehören: Wasserstoff-Technologien, hochentwickelte Brennstoffe aus Biomasse und Abfall, Brennstoffzellen und Wasserstoff als Treibstoff, Fahrzeuge mit effizienten eingebauten Verbrennungsmotoren mit geringen Emissionen, Brennstoff- und Mobilitätsmanagement, Infrastrukturkonzeption und fortgeschrittenes Verkehrsmanagement.
Die Kommission hat bei der Entwicklung ihres Arbeitsprogramms für Verkehr im siebten Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklungen (RP7 2007-2013) auf die Agenda von ERTRAC zurückgegriffen. Das Ziel dieses Politikbereichs ist, europaweit integrierte, sichere, umweltfreundliche und intelligentere Verkehrssysteme zu entwickeln, die Rücksicht auf die Umwelt und die natürlichen Ressourcen nehmen. Die Kommission hat für den Zeitraum 2007-2013 ein Budget von 4 Mrd. Euro für Verkehr veranschlagt. Zusätzlich zu der thematischen Priorität „Verkehr“, wird das RP7 Verkehrsfragen in anderen Bereichen angehen: Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologien und Nanotechnologie.
Die „Intelligentes Fahrzeug“-Initiative der Kommission umfasst ebenfalls Forschung und Entwicklung von intelligenteren, umweltfreundlicheren und sichereren Fahrzeugen und zielt darauf ab, die Umsetzung der Forschungsergebnisse zu erleichtern. Die Forschung in diesem Bereich richtet ihr Augenmerk auf die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie, um zum Beispiel das Kapazitätsmanagement beim Gütertransport zu verbessern und dadurch den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.
Die zehn größten europäischen Automobilhersteller haben durch die privatwirtschaftlich finanzierte Forschung im Rahmen der Forschungsvereinigung EUCAR gemeinsame Forschungsthemen identifiziert, die in Zukunft für die Verkehrsbranche hohe Priorität haben werden. Um nachhaltige Verkehrssysteme in Zukunft zu gewährleisten, unterstützt die Branche Forschung in den Bereichen Kraftstoffe, Weiterentwicklung herkömmlicher Antriebstechnologien, alternative Antriebstechnologien, Lärmsenkung und neue Materialien.

