Eine Mehrheit der österreichischen Bevölkerung will, dass sich der Anfang Oktober wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetretene Ex-Kanzler Sebastian Kurz ganz aus der Politik zurückzieht.
Rund 65% der Österreicher:innen sind der Meinung, dass Kurz die politische Bühne endgültig verlassen sollte, nur 27% wollen, dass er in der österreichischen Politik weiter eine prominente Rolle spielt, wie eine Umfrage von APA und ATV zeigt.
Kurz ist zwar von seinem Amt als Regierungschef zurückgetreten, hat aber innerhalb seiner Partei – der konservativen ÖVP – immer noch beträchtliche Macht, da er die Ämter des Fraktionsvorsitzenden im Parlament und des Parteichefs trägt.
Der neue Bundeskanzler Alexander Schallenberg hat bereits mehrfach betont, dass er eng mit Kurz zusammenarbeiten wird. In einem Interview mit der Wiener Zeitung sagte er auch, dass Kurz der wahrscheinliche Spitzenkandidat der ÖVP bei der nächsten Wahl sein wird.
Da die Popularität von Kurz in den Umfragen jedoch abnimmt, hat Schallenberg jetzt die besten Zustimmungswerte aller konservativen Politiker: 41% der Österreicher:innen stimmen seiner Kanzlerschaft zu, 46% lehnen sie ab.
Auch in der Beliebtheit bei den konservativen Wähler:innen konnte Schallenberg Kurz überholen. 88% befürworten ihn, nur 7% lehnen ihn ab. Kurz hat eine Zustimmungsrate von 71% unter ÖVP-Wähler:innen.

