EU-Wahl: Spitzenkandidat der Sozialdemokraten zeichnet sich ab

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Weniger als sechs Monate vor der EU-Wahl scheint der Spitzenkandidat für die EU-Sozialdemokraten so gut wie festzustehen. 

Die beiden Schwergewichte Deutschland (SPD) und Spanien (PSOE) haben sich bereits für den derzeitigen luxemburgischen EU-Kommissar Nicolas Schmit ausgesprochen, der die Sozialdemokraten damit wohl aller Wahrscheinlichkeit nach in den Wahlkampf führen dürfte.

Wir haben heute in den Gremien darüber beraten und haben gemeinsam und im Einvernehmen entschieden, dass wir Nicolas Schmit gerne bei seiner Kandidatur unterstützen wollen„, so SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert gestern vor Journalisten.

Zuvor galt auch die Vizepräsidentin des EU-Parlaments und ehemalige Justizministerin Katarina Barley als aussichtsreiche Kandidatin für den Posten. Mit der Unterstützung der SPD für Schmit ist ihre Kandidatur allerdings vom Tisch.

Gegenüber Euractiv lobte Barley, dass „Schmit auch jemand ist, der innerhalb der Kommission sehr entschieden für Demokratie gekämpft hat und dessen demokratisches Herz am rechten Fleck sitzt„.

Die formelle Abstimmung über den künftigen Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten wird allerdings erst am 2. März getroffen.

Den Artikel zum Thema können Sie hier lesen.

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Energie und Umwelt

Weniger Kohle, mehr Klimaschutz: Polens neue Regierung will Klimawandel ernst nehmen. Die neue polnische Regierung hat angekündigt, dass sie sich zu einem der großen Player bei der Energiewende in Europa entwickeln will. Dabei findet nicht nur das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90 Prozent zu reduzieren, polnische Unterstützung. Weiterlesen.

 

Digitales

Französische Quantenbranche fordert mehr EU-Mittel. Die französische Quantum-Computing-Branche fordert von der EU mehr Finanzierungsinitiativen für Deep Tech und Quantentechnologien. Die Forderung stößt auch in der Politik auf Resonanz. Mehr dazu hier.

EU-Datenschutzvorschriften weiterhin angemessen in 11 Drittstaaten. Die EU-Kommission veröffentlichte am Montag (15. Januar) einen Bericht zur Prüfung von personenbezogenen Daten, die aus der EU an Drittstaaten fließen. Dabei stellte sich heraus, dass die Datenschutzgarantie “weiterhin angemessen” sei, so die Kommission. Zu den 11 Ländern zählen Argentinien, Israel, Kanada, Neuseeland, die Schweiz und Uruguay.

 

Landwirtschaft und Gesundheit

Nach Protesthöhepunkt: Bauern treten in Verhandlungen mit Ampel-Regierung. Seit rund vier Wochen protestieren die Landwirte gegen die geplanten Subventionskürzungen von der Bundesregierung. Mit dem Abschluss der Proteste in Berlin drängt der Präsident des Deutschen Bauernverbands Joachim Rukwied nun auf Verhandlungen mit der Bundesregierung. Weiterlesen.

 

Wirtschaft und Verkehr

Plattformarbeit: Frankreich führt Vorstoß zur Überarbeitung des EU-Gesetzes an. Letzten Monat blockierte eine Koalition von EU-Ländern die vorläufige Einigung zur Richtlinie über Plattformarbeit. Während die belgische EU-Ratspräsidentschaft die politische Einigung als Ausgangspunkt für künftige Diskussionen nutzen will, fordert Paris eine umfassendere Neugestaltung des Dossiers. Mehr dazu.

 

Rundblick Europa

Verhaftete Abgeordnete: Polens Präsident greift Tusk für „Gesetzesverletzungen“ an. Im Fall des Skandals um zwei verhaftete polnische Abgeordnete, solle die polnische Regierung aufhören, „das Gesetz zu verletzen“, forderte Präsident Andrzej Duda gegenüber Ministerpräsident Donald Tusk bei einem Treffen im Präsidentenpalast. Mehr lesen.

Bulgarien investiert 6 Milliarden Euro für schnelle Verlegung von NATO-Truppen an Ostflanke. Bulgarien werde in Infrastruktur investieren, die im Bedarfsfall den Einsatz von NATO-Truppen an der Ostflanke unterstützen soll, aber auch für zivile Zwecke genutzt werden kann, kündigte Verteidigungsminister Todor Tagarev am Montag (15. Januar) an. Weiterlesen.

Portugal: Europarat sieht „unbefriedigende“ Fortschritte bei Bekämpfung von Korruption. Portugal hat nur begrenzte Fortschritte bei der Bekämpfung von Korruption unter Abgeordneten, Richtern und Staatsanwälten gemacht, schreibt die Antikorruptionsbehörde des Europarats, GRECO, in einem am Montag (15. Januar) veröffentlichten Bericht. Zum Artikel.

Französische Rechte versprechen rechtes Bollwerk gegen weitere EU-Integration. Die französische Rechtsaußen-Partei Rassemblement National (RN) werde mit anderen EU-Gegnern zusammenarbeiten, um einen „föderalistischen Coup d’état“ innerhalb der EU zu verhindern, versprach der Vorsitzende der Partei am Montag (15. Januar). Mehr lesen.

EU gewährt Ägypten 87 Millionen Euro für Migration. Die EU will Ägypten beim Grenzschutz finanziell unter die Arme greifen, um die irreguläre Migration nach Europa einzudämmen. Hierzu sollen in diesem Jahr 87 Millionen Euro über ein UN-Migrationsprojekt an das arabische Land fließen, heißt es aus mit der Sache vertrauten Kreisen. Mehr dazu.

EU-Kommissar Breton warnt vor linken und rechten Extremen. Der EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton warnte am Montag (15. Januar) im Vorfeld der bevorstehenden Europawahlen vor den Parteien an den rechten und linken politischen Rändern. Weiterlesen.

 

Agenda

  • EU: Der Rat für Wirtschaft und Finanzen tritt zusammen, um das Arbeitsprogramm der belgischen Präsidentschaft, das G20-Treffen, den Krieg in der Ukraine und mehr zu erörtern;
  • Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hält eine Sonderansprache beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, Schweiz;
  • Kommissionsvizepräsidentin Vĕra Jourová trifft in Davos, Schweiz, den Präsidenten für globale Angelegenheiten von Meta Nick Clegg und den Geschäftsführer von YouTube Neal Mohan;
  • Energiekommissarin Kadri Simson nimmt an der WEF-Strategiesitzung „Meeting of the Global Risks Consortium“ teil; nimmt als Diskussionsteilnehmerin am Stakeholder-Dialog des WEF zum Thema „Energie und Rivalität“ teil; spricht beim hochrangigen öffentlich-privaten Dialog des WEF in der Vorstandssitzung der Internationalen Handelsbank zum Thema „Transformation der Energienachfrage“;
  • Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides trifft den Exekutivdirektor des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria, Peter Sands, auf dem WEF in Davos, Schweiz; Treffen mit der Sonderbeauftragten der Weltgesundheitsorganisation für Klimawandel und Gesundheit, Vanessa Kerry; Rede auf der Podiumsdiskussion zum Thema „Bad Bugs, No Drugs: Facing a World without Antibiotics“;
  • Kommissarin Iliana Ivanova trifft in Davos Bundesrat Guy Parmelin und die Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation Martina Hirayama; Teilnahme an der WEF-Sitzung zum Thema „Europe’s Rush to Innovate“;
  • Parlamentspräsidentin Roberta Metsola empfängt den belgischen Ministerpräsidenten Alexander De Croo;
  • Plenarsitzung des Parlaments: Abstimmung über Ozon abbauende Stoffe, Verordnung über fluorierte Gase, elektrische Luftfahrt, Umsetzung des Programms „Bürger, Gleichheit, Rechte und Werte“ 2021-2027 und mehr;
  • Ungarn: Ministerpräsident Viktor Orbán trifft sich mit seinem slowakischen Amtskollegen Robert Fico.

 

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