Europas Hersteller von Windturbinen fühlen sich bedroht. Zuletzt haben chinesische Hersteller an Boden gewonnen, erfahrene Angestellte werden in großem Stil abgeworben. Jetzt steht im Raum, die fernöstliche Konkurrenz wie Huawei zu behandeln.
Der chinesische Telekommunikationskonzern ist inzwischen in mehreren EU-Ländern vom 5G-Aufbau ausgeschlossen, in Großbritannien werden Masten von Huawei wieder abgebaut.
Jetzt stellt man sich die Frage, ob auch die chinesische Fertigung der Sensoren in Turbinen und Kameras in Windparks ein Sicherheitsrisiko darstellt – und ob Beijing eventuell die Fähigkeit erlangen könnte, große Teile der europäischen Stromerzeugung abzustellen.
Wenn es nach den Herstellern und der Brüsseler Lobbygruppe WindEurope geht, sollten die Daten als sensibel eingestuft werden und das Risiko nicht eingegangen werden. Dort verweist man gerne auf die mehr als 300 Sensoren, die in modernen Turbinen verbaut sind.
Innerhalb dieses Jahres wird eine Empfehlung aus Brüssel erwartet, aufgrund derer die Bundesregierung dann entscheiden soll. Während die deutsche Debatte noch nicht einmal zu Huawei abgeschlossen ist, stehen also erneut harte Entscheidungen bevor.
Alle Details finden Sie im Artikel.
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