Handy-Fernsehen der Realität einen Schritt näher [DE]

Die zügige, europaweite Verbreitung mobiler Fernsehdienste ist der Realität einen Schritt näher: Der Rat hat ein Kommissionspaket angenommen, das darauf abzielt, die Nutzung dieser Dienste durch die europäischen Verbraucher zu erhöhen.

Die gestrige Abstimmung (29. November 2007) im Rat „Verkehr, Telekommunikation und Energie“ hat die Wahl der Kommission der DVB-H-Technologie (Digital Video Broadcasting for Handhelds) als gemeinsamen Standard für terrestrisches Mobilfernsehen in Europa gebilligt. Die Strategie, die im Juli 2007 vorgeschlagen worden war (EURACTIV vom 19. Juli 2007), zielt weiterhin darauf ab, Frequenzen für mobile Fernsehdienste verbreiteter zugänglich zu machen, möglicherweise im Frequenzbereich UHF.

DVB-H wird besonders von europäischen Unternehmen, wie Alcatel, Motorola, Nokia und Siemens, genutzt. Die Alternative, der DMB-Standard (Digital Media Broadcasting), wird in asiatischen Ländern verwendet und von vielen Unternehmen, wie Microsoft, Samsung und Deutsche Telekom, unterstützt.

Das Vereinigte Königreich, Deutschland und die Niederlande hätten bevorzugt, wenn die neuen Regeln den Markt für beide Standards offen gelassen hätten. Sie wurden jedoch überstimmt. Die Mehrheit ist der Meinung, dass die Förderung eines einzigen Standards notwendig sei, um der Branche die Sicherheit zu geben, die sie brauche, um 2008 mobile Fernsehdienste überall in Europa einzuführen.

Viviane Reding, Kommissarin für die Informationsgesellschaft und Medien, begrüßte die Unterstützung des Rats für DVB-H. Sie forderte von der Minderheit der Mitgliedstaaten, die noch immer zögerlich sei, den DVB-H als europäischen Standard zu billigen, um sich zügig der Mehrheit anzuschließen und um zu ermöglichen, dass Europa weltweit führend im Bereich mobiles Fernsehen werde.

Während der Annahme des Kommissionsvorschlags betonte der Rat nichtsdestotrotz die Bedeutung von Innovation, technologischer Neutralität und einem marktorientierten Ansatz für die Verbreitung mobiler Fernsehdienste. Er hat die Kommission und andere Entscheidungsträger dazu aufgerufen, Maßnahmen zu ergreifen, um ein Maximum an gesamteuropäischer Interoperabilität der Dienste und Verbrauchergeräte sicherzustellen, um die Wahlfreiheit für Nutzer zu verbessern.

Kommissarin Reding sagte, sie hoffe, die Entscheidung bedeute, dass mobiles Fernsehen in Europa so ‚leicht, attraktiv und erschwinglich’ sein werde, wie dies beim Tätigen eines Anrufs der Fall sei. Sie fügte hinzu, die Kommission werde weiterhin alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um diese äußerst wichtige Branche zu unterstützen und um die erfolgreiche Nutzung dieser Technologie sicherzustellen.

Die Kommission sagt, ihre Strategie zu mobilem Fernsehen sollte den europäischen Verbrauchern die Vorzüge des Fernsehens ‚überall und zu jeder Zeit’ ermöglichen.

Das kommende Jahr – in dem Sportereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiel stattfinden – sei laut Kommission „entscheidend“, um das Bewusstsein der Verbraucher zu schärfen und die Nutzung des mobilen Fernsehens in Europa zu erhöhen.

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