EU soll Frequenzen für 3G-Geräte öffnen [DE]

Um die Entwicklung und die Aufnahme neuer drahtloser fortgeschrittener mobiler Daten- und Multimediadienste zu fördern, wird die Kommission die derzeitige GSM-Richtlinie aufheben; die Richtlinie unterbindet die Koexistenz mehrerer fortgeschrittener Technologien innerhalb der Frequenzen.

Am 25. Juli 2007 hat die Kommission vorgeschlagen, Beschränkungen für Funkfrequenzen für fortgeschrittene Drahtlosdienste aufzuheben. Dies würde erreicht werden durch die Öffnung der gegenwärtigen Funkfrequenzen, die von der GSM-Kommunikation verwendet werden, für Dienste der dritten Generation (3G), welche beispielsweise Video-Streaming und schnelles Herunterladen auf ein Mobiltelefon ermöglichen.

Die aktuelle GSM-Richtlinie von 1987, welche fortschrittliche Technologien davon abhält, die Funkfrequenzen 900 MHz und 1800 MHz zu nutzen, würde aufgehoben werden und eine neue Entscheidung getroffen, um die Koexistenz neuer Technologien innerhalb dieser Frequenzen zu gestatten.

„Funkfrequenzen sind eine entscheidende wirtschaftliche Ressource und müssen richtig gemanagt werden, damit unser Telekommunikationssektor sein Potenzial entfalten kann,“ sagte Viviane Reding, die für die Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin. „Wir müssen daher in der EU rechtliche Hindernisse aus dem Weg räumen und die Einführung neuer Mobilfunkdienste erleichtern, indem wir erlauben, dass die Frequenzen von neuen und alten Technologien gemeinsam genutzt werden.“

Nach Angaben der Kommission sollen die vorgeschlagenen Maßnahmen vor Ende 2007 in Kraft treten.

Die EU-Frequenzpolitik, die 2002 angenommen wurde, soll harmonisierte Bedingungen für den effizienten Gebrauch von Funkfrequenzen in der EU sicherstellen, um die Gemeinschaftspolitiken zu elektronischer Kommunikation, Verkehr, Forschung und Entwicklung sowie Fernsehen zu unterstützen.

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