Moskau und Warschau haben einen bereits lange anwährenden Streit, der den Import polnischen Fleisches betraf, beigelegt. Dieser Disput hatte für mehr als zwei Jahre Versuche der EU behindert, ein wichtiges Handels- und Energieabkommen mit Russland abzuschließen.
Die Einigung, das Importverbot aufzuheben, wurde am 19. Dezember 2007 von einem Sprecher des russischen Landwirtschaftsministeriums angekündigt. Der Sprecher sagte laut Reuters, das Memorandum sei wie geplant unterzeichnet worden.
Das Ende des Embargos für polnisches Fleisch ebnet den Weg für Verhandlungen über ein neues, weitreichendes Partnerschafts- und Kooperationsabkommen (PKA) zwischen der EU und Russland; die Verhandlungen waren für mehr als zwei Jahre behindert worden (EURACTIV vom 29. Oktober 2007).
Russland hatte seit November 2005 Importe polnischen Fleisches verboten. Das Land nannte gesundheitliche Bedenken als Grund für diese Entscheidung. Warschau hatte jedoch erklärt, dass das Verbot politisch motiviert sei, und reagierte mit einem Veto innerhalb der Handelsverhandlungen zwischen Russland und der EU.
Das PKA, das auch ein wichtiges Kapitel zum Thema Energie enthält, wird für die Beziehungen zwischen der EU und Russland als entscheidend erachtet.
