China und Eurozone bekämpfen gemeinsam Währungsschwankungen [DE]

money_earth.jpg

China und die 13 Euro-Staaten würden ‚umfassende Maßnahmen’ einleiten, um große Währungsschwankungen zu verhindern und zu einer systematischen Anpassung an globale Ungleichgewichte beizutragen. Dies geht aus einer Darstellung der chinesischen Zentralbank nach einem Treffen mit hohen Finanzbeamten der EU hervor.

Der Bericht, der am 27. November 2007 veröffentlicht wurde, gibt keine klare Antwort darauf wie eine Kooperation der beiden Seiten aussehen könnte. Er wird jedoch als Zeichen dafür verstanden, dass Peking die Besorgnis der EU über die beispiellose Stärke des Euro und das wachsende Handelsdefizit mit der boomenden asiatischen Volkswirtschaft anerkennt.

Man verstehe die Besorgnis der EU bezüglich dieser Angelegenheit und werde den Dialog stärken, sagte Qin Gang, der Sprecher des Außenministeriums im Anschluss an ein Treffen von Zhou Xiaochuan, dem Vorsitzenden der chinesischen Zentralbank mit dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, Luxemburgs Premierminister und Vorsitzendem der Eurogroup der Finanzminister Jean-Claude Juncker sowie dem EU-Kommissar für Wirtschaft Joaquín Almunia.

Zusammen mit dem französischen Präsidenten, Nicolas Sarkozy, der gerade von einer dreitägigen Pekingreise zurückgekehrt ist, hat EU-Handelskommissar Peter Mandelson zu einer größeren Veränderung in Chinas Haltung zur Reduzierung der Überkapazität  aufgerufen. Beide haben China dazu gedrängt zuzustimmen, seine Währung, den Yuan, schneller an Wert zunehmen zu lassen, um die Flut billiger Waren auf den europäischen Märkten einzudämmen. 

Diese Hoffnungen wurden allerdings zerschlagen, als Premierminister Wen Jiabao sagte, dass China weiterhin selbst sein Tempo in Richtung eines flexibleren Wechselkurses bestimmen werde.

Die Europäer behaupten, der Yuan sei absichtlich 20 bis 25% unterbewertet, was China einen unfairen Handelsvorteil verschaffe. Peking ist jedoch der Ansicht, der Yuan sei, seit er 2005 teilweise vom US-Dollar abgekoppelt worden war bisher schon stark gestiegen.

Die Flexibilität sei schon stark erhöht worden (…), aber aufgrund des Wertrückgangs des US-Dollars war der Yuan gegen den Euro abgewertet worden, so der Sprecher des Außenministeriums Qin Gang.

Die Treffen zwischen China und der EU werden heute  (28. November 2007) fortgesetzt und die Hoffnung bleibt bestehen, dass Lösungen für eine Reihe von Angelegenheiten gefunden werden können, die ‚Frustrationen’ in Europa augelöst hatten. Diese beinhalteten Markteintrittshindernisse für EU-Unternehmen, den Diebstahl intellektuellen Eigentums und die niedrigen Standards in der Produktsicherheit.

In einer Rede vom 27. November 2007 warnte Mandelson China, dass es verlieren werde, wenn es nicht seine Handels- und Investitionsumwelt verändere. Unternehmen würden vorsichtiger, ihr Geld in China zu investieren, da die regulatorische Umwelt es an Transparenz fehlen lasse. Investitionsgrenzen, unvorhersehbare Verfahren und regulatorische Angelegenheiten vertrieben ertragsfähige Investitionen, so Mandelson weiter.

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Abonnieren