US-Diplomatin entschuldigt sich für verbalen Ausfall gegen EU

Victoria Nuland, Europa-Beauftragte von US-Außenminister John Kerry. Foto: dpa

US-Europabeauftragte Victoria Nuland hat sich für einen verbalen Ausfall gegen die EU im Zusammenhang mit der Ukraine-Politik entschuldigt.

Victoria Nuland habe ihre EU-Partner kontaktiert und ihr Bedauern über die veröffentlichten Äußerungen geäußert, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Donnerstag in Washington.

Im Internet war ein Mitschnitt eines Gespächs zwischen Nuland und einem anderen hochrangigen US-Diplomaten aufgetaucht, in dem beide die Zukunft der Ukraine besprechen und sich kritisch über die EU äußern. Nuland äußerte sich dabei abfällig mit einem derben Schimpfwort.

Der Mitschnitt wurde wenige Tage vor der Unterredung Nulands mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch am Donnerstag anonym auf YouTube gestellt. Darin sagt Nuland offenbar zum US-Botschafter in Kiew, Geoffrey Pyatt, dass sie Oppositionsführer Vitali Klitschko in keiner künftigen Regierung des Landes sehe. Sie erklärt zudem, dass eine politische Lösung in der Ukraine auf die Ebene der Vereinten Nationen gehoben werden solle. Ihre Ausführung endet an dieser Stelle mit dem Fluch "Fuck the EU".

Die US-Regierung stellte die Echtheit des Mitschnitts nicht infrage. Eine Sprecherin des Außenministerium wies aber Vorwürfe aus der Ukraine entschieden zurück, die USA wollten sich einmischen. Es sei normal, dass Diplomaten über die Entwicklungen in der Welt berieten. Die Sprecherin griff zudem Russland an, das nach ihren Angaben den Mitschnitt veröffentlichte.

EURACTIV/rtr

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EURACTIV Brüssel: US envoy says ‚F**k the EU‘ in leaked recording (7. Februar 2014)

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