Niederlande wollen Kuba-Diplomatie auffrischen

Der niederländische Außenminister Timmernans bei einer Sportveranstaltung in der kubanischen Hauptstadt Havanna am Montag. Foto: dpa

Dialog statt Isolation – ein diplomatischer Vorstoß der Niederlande soll die Beziehungen zwischen der EU und Kuba neu beleben.

Die Niederlande wollen frischen Wind in den Dialog zwischen der EU und Kuba bringen. Bei der ersten offiziellen Reise eines niederländischen Außenministers seit der kubanischen Revolution 1959 vereinbarte Frans Timmermans am Dienstag politische Konsultationen mit der Regierung in Havanna. Damit bricht er mit der seit 18 Jahren geltenden Übereinkunft zur Kuba-Diplomatie und öffnet sich dem kommunistisch regierten Land.

Er forderte die EU auf, ihre Beziehungen zu dem karibischen Inselstaat neu zu gestalten. Dialog sei der bessere Weg, sagte er. Timmermans wurde bei seinem Besuch von einer Unternehmerdelegation aus seiner Heimat begleitet. Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez betonte, jüngste Reformen in Kuba eröffneten der niederländischen Wirtschaft neue Möglichkeiten.

Präsident Raul Castro, der 2008 die Macht von seinem erkrankten Bruder Fidel übernahm, leitete wirtschaftsfreundliche Reformen ein. Die EU hatte sich 1996 auf eine gemeinsame Position geeinigt, die engere Beziehungen zu Kuba von demokratischen Fortschritten und der Achtung der Menschenrechte abhängig macht. Die Niederländer gelten als entschiedene Verfechter von Demokratie und Menschenrechten. Sie unterhalten aber auch enge Handelsbeziehungen zu Kuba, die vor allem aus Importen von der Karibik-Insel bestehen.

EURACTIV/rtr

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EURACTIV Brüssel: Netherlands breaks with EU to open dialogue with Cuba (8. Januar 2014)

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