Slowakei: 300-Euro-Anreiz für Impfung älterer Menschen gescheitert

Die Impfung ist bei den Slowak:innen nicht beliebt und es ist unklar, wie eine Impfpflicht durchgesetzt werden könnte. [Shutterstock / Giannis Papanikos]

Die 300 Euro, die die Regierung allen über 60-Jährigen versprochen hat, wenn sie sich gegen COVID-19 impfen lassen, haben bisher nicht die gewünschte Wirkung gezeigt, so Gesundheitsminister Vladimír Lengvarský.

„Die Impfrate ist nicht signifikant gestiegen. Wir haben keine guten Zahlen. Insgesamt sind etwa 50% der Menschen geimpft und etwa 60% der Erwachsenen. Ein beträchtlicher Teil der Menschen hat sich bereits mit COVID-19 infiziert, es besteht also eine gewisse Immunität“, sagte Lengvarský.

Das Parlament hat sich am 9. Dezember auf einen Anreiz von 300 € für Senior:innen geeinigt.

Mehrere Politiker:innen des Landes debattieren derzeit darüber, wie die neue Omicron-Variante bekämpft werden kann.

Finanzminister und ehemaliger Premierminister Igor Matovič schlug einen Lockdown für alle geimpften und umgeimpften älteren Menschen vor. Er hatte die Idee für den finanziellen Anreiz gehabt, deutete nun aber an, dass das Geldangebot nicht zur Impfung motiviert habe.

Auch eine Impfpflicht wurde als mögliche Lösung diskutiert.

Zeit für eine Impfpflicht sei es, wenn der finanzielle Anreiz nicht funktioniert, hatte Lengvarský zuvor gesagt.

Premierminister Eduard Heger und sein Team prüfen bereits, ob eine solche Lösung gesetzlich möglich ist.

Expert:innenen haben davor gewarnt, dass eine Welle der Omicron-Variante die Slowakei wahrscheinlich im Januar treffen wird. Präsidentin Zuzana Čaputová sagte am Wochenende, dass die Impfpflicht notwendig sei.

Die Impfung ist bei den Slowak:innen nicht beliebt und es ist unklar, wie eine Impfpflicht durchgesetzt werden könnte.

Subscribe to our newsletters

Subscribe