Proteste in Kroatien für legale und sichere Abtreibung

Die Demonstrant:innen forderten, dass die Abtreibung für alle Frauen in Kroatien legal, zugänglich und sicher bleibt. [Shutterstock/fizkes]

Tausende Kroat:innen haben am Donnerstag in neun Städten an Protestkundgebungen teilgenommen und „ein Ende der Zerstörung der öffentlichen Gesundheit und der Vernachlässigung der Gesundheit von Frauen“ gefordert.

Die von mehreren Nichtregierungsorganisationen organisierten Proteste wurden durch einen Skandal ausgelöst, der letzte Woche aufgedeckt wurde. Dabei wurde bekannt, dass sich Krankenhäuser in Zagreb geweigert hatten, eine Abtreibung bei einer schwangeren Frau durchzuführen, bei deren 24 Wochen altem Fötus ein bösartiger und tödlicher Hirntumor diagnostiziert wurde.

Die Demonstrant:innen forderten, dass Abtreibung für alle Frauen in Kroatien legal, zugänglich und sicher bleiben soll.

Abtreibungen sind in Kroatien bis zum Ende der zehnten Schwangerschaftswoche legal, doch eine wachsende Zahl von Geburtshelfer:innen in öffentlichen Krankenhäusern weigert sich, den Eingriff vorzunehmen und beruft sich dabei auf die Verweigerung aus Gewissensgründen.

Einige Protestierende forderten den Rücktritt von Gesundheitsminister Vili Beroš, der zunächst die Entscheidung der Krankenhäuser verteidigte, dann aber die Gesundheitsinspektoren anwies, den Fall zu untersuchen.

Am Donnerstag (12. Mai) erklärte er schließlich, das Krankenhaus habe sich nicht geweigert, die Abtreibung durchzuführen, sondern „vielleicht den Wunsch der Frau nach einem ganz bestimmten Abtreibungsverfahren abgelehnt, das in Kroatien nicht durchgeführt wird.“

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