Pandemie senkt Lebenserwartung in Portugal

Bei der Veröffentlichung der Sterbetafeln stellte das INE fest, dass die Lebenserwartung bei der Geburt für Frauen (83,37 Jahre) höher ist als für Männer (77,67 Jahre). [Shutterstock/Prostock-studio]

Die Lebenserwartung bei der Geburt ist in Portugal aufgrund der Corona-Pandemie auf 80,72 Jahre gesunken, so das portugiesische Statistikamt (INE), das am Montag (30. Mai) die Daten für das Triennium 2019-2021 veröffentlichte.

Bei der Veröffentlichung der Sterbetafeln stellte das INE fest, dass die Lebenserwartung bei der Geburt für Frauen (83,37 Jahre) höher ist als für Männer (77,67 Jahre).

„Diese Werte stellen im Vergleich zu 2018-2020 einen Rückgang von etwa 4,8 Monaten für Männer und 3,6 Monaten für Frauen dar, der auf den Anstieg der Zahl der Todesfälle aufgrund von COVID-19 zurückzuführen ist“, heißt es in den Informationen des Instituts zu den Daten.

Nach Angaben des INE ist die Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung innerhalb eines Jahrzehnts um 14 Monate gestiegen, wobei der Anstieg bei Männern 14,4 Monate und bei Frauen 11,3 Monate betrug.

Bei den Frauen war der Anstieg hauptsächlich auf den Rückgang der Sterblichkeit im Alter von 60 Jahren und darüber zurückzuführen, während er bei den Männern hauptsächlich auf den Rückgang der Sterblichkeit im Alter von unter 60 Jahren zurückzuführen war.

Das INE analysierte auch die weitere Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren, die für die Gesamtbevölkerung ebenfalls auf 19,35 Jahre sank.

„Im Alter von 65 Jahren können Männer mit einer Lebenserwartung von 17,38 Jahren und Frauen mit einer Lebenserwartung von 20,80 Jahren rechnen, was einem Rückgang von 4,6 bzw. 3,7 Monaten im Vergleich zu 2018-2020 entspricht. In den letzten 10 Jahren ist die Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren für Männer um 5,5 Monate und für Frauen um 7,2 Monate gestiegen“, so das Institut.

Für den Zeitraum 2019-2021 wird geschätzt, dass 36,1 Prozent der männlichen Lebendgeborenen und 57,3 Prozent der weiblichen Lebendgeborenen bis zum Alter von 85 Jahren überleben werden, „wenn sie während ihres gesamten Lebens den in diesem Zeitraum beobachteten altersspezifischen Sterblichkeitsbedingungen ausgesetzt sind“, so das INE.

Im Zeitraum 2018-2020 lagen diese Zahlen bei 38,3 Prozent für Männer und 59,1 Prozent für Frauen.

Die veröffentlichten Daten zur durchschnittlichen Lebenserwartung bestätigen, dass das gesetzliche Renteneintrittsalter im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um drei Monate auf 66 Jahre und vier Monate sinkt.

Nach den heute veröffentlichten endgültigen Daten ist die durchschnittliche Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren im letzten Triennium um 0,35 Punkte auf 19,35 Jahre gesunken, was auf die Sterblichkeit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zurückzuführen ist.

Dieser Indikator dient der Berechnung des Renteneintrittsalters sowie der Kürzung bestimmter Vorruhestandsregelungen durch den Nachhaltigkeitsfaktor, der im Jahr 2022 bei 14,06 Prozent liegt. Beide Werte wurden bereits im Dezember in einem Regierungsdekret veröffentlicht, das auf vorläufigen Daten des INE beruht.

Das gesetzliche Renteneintrittsalter war parallel zur durchschnittlichen Lebenserwartung gestiegen. Derzeit liegt das Renteneintrittsalter bei 66 Jahren und sieben Monaten.

Im Gegenzug sank der Nachhaltigkeitsfaktor, der ebenfalls mit der durchschnittlichen Lebenserwartung zusammenhängt, von 15,5 Prozent im Jahr 2021 auf 14,06 Prozent im Jahr 2022.

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